Frühlingsmarkt bei Sturm

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Die Kinder konnten sich schminken lassen. Foto: kg

Nur der Frühling fehlte noch

Wandsbek. Das Einzige, was neben den schönen Verkaufsständen auf dem diesjährigen Frühjahrsmarkt auf dem Wandsbeker Markt fehlte, war der Frühling persönlich. Bei eisigem Wind und einer Mischung aus Dauerregen und ein paar Sonnenstrahlen, winkten die Verkäufer bei der Frage nach den Umsätzen nur beleidigt ab. „Wer kauft denn schon gern etwas, wenn es ihm gleich aus der Hand weht“, so ein Standbesitzer.
„Leider hat es sich für uns in diesem Jahr nicht gelohnt“, bedauert der Händler alter Schaufensterdekorationen. Mal wurde eine Tasche für einen Euro verkauft, am Ende sogar verschenkt, das Karussell drehte auch nur ein paar besetzte Runden und am Trampolin wollte nur selten ein Kind in den Regen hüpfen. Schade, denn bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hätte es ein wunderbarer Tag werden können - für die Besucher und am Ende auch für den Umsatz der Geschäftsleute.
Auf der Bühne mitten auf dem Marktplatz wurde dennoch ordentlich Stimmung gemacht und bei heißen Klängen vergaß so manch durchnässter Wandsbeker für ein paar Minuten das Wetter um sich herum. „Im nächsten Jahr wird es bestimmt besser“, so ein Rentner aus Eilbek, der sich erst einmal im Quarree aufwärmen wollte. Ein Erfolg wurde der Verkaufsoffene Sonntag trotzdem, denn die vielen Besucher, die in diesem Jahr gekommen waren, hielten sich im Einkaufszentrum auf und ließen sich die gute Laune bei einem gemeinsamen Tag mit der ganzen Familie nicht verderben. Überall lockten Rabatte und auch wenn es draußen heftig regnete, stürmten drinnen die Käufer auf die gerade eingetroffene Frühjahrskollektion. „Das Wetter muss ja mal besser werden“, argumentierten die Besucher und trugen Taschenweise bunte Tops, kurze Hosen und dünne Sommerkleider aus den Geschäften.
Der fröhliche Ostermarkt machte nicht nur gute Laune, sondern auch Lust auf Deko für`s Haus und den Osterhasen. Besonders die Kids versuchten sich beim Ausmalen der Hasen und ließen sich anschließend gleich selber zum Kaninchen schminken. „Ich habe das Quarree noch nie so voll erlebt“, wunderte sich eine Familie aus Berne, die zunächst einmal bei einem Eis für die Kinder Kraft schöpfte, um dann für alle sechs Familienmitglieder shoppen zu gehen. „Wir haben in der Woche und auch an den Sonnabenden nie Zeit, um einmal gemeinsam unterwegs zu sein“. Da bietet sich der verkaufsoffene Sonntag immer besonders gut an. (kg)
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