Für den guten Zweck 35 Kilometer in den Himmel

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Auf einem Feld in der Nähe von Lüneburg ließen die Jugendlichen ihren Ballon steigen Foto: wb
 
Das Logo der Evangelischen Jugend in der Stratosphäre: Diese faszinierende Aufnahme lieferte die am Ballon befestigte Kamera Foto: wb

Spendenaktion der Evangelischen Jugend Wandsbek. Film am Sonntag

Von Kirsten Netzow
Wandsbe
k Hoch hinaus wollen viele, doch die Evangelische Jugend Wandsbek (EJW) der Christus-Kirche hat es kürzlich sehr weit nach oben geschafft. Am ersten Advent vergangenen Jahres ließ sie unter dem Motto „Höhenflug – Wir wollen hoch hinaus!“ einen mit einer Kamera ausgestatteten und dem Logo der EJW versehenen Wetterballon in die Stratosphäre steigen.
Mit dieser spektakulären Aktion will die Evangelische Jugend einen Beitrag leisten gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in Hamburg. Verbunden mit der Ballonaktion ist zudem ein Spendenaufruf. Pro zurückgelegtem Kilometer des Ballons kann, ähnlich wie bei einem Spendenlauf, ein fester Betrag gestiftet werden. Der Erlös kommt einer gemeinnützigen Institution, die sich im Bereich des Aktionsthemas engagiert, zugute.

Einsatz für andere


„Viele Jugendliche aus unserer offenen und kirchlichen Jugendarbeit waren in das Projekt involviert“, sagt Inga Schwerdtfeger, die ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig ist. Das Engagement reiche von den Vorbereitungen über die gemeinsame Fahrt zum Startort des Ballons bis hin zum Anwerben der Spender. „Wir wollen mit der Aktion zeigen, dass Jugendlichen sich mit diesem Thema des sexuellen Missbrauchs auseinandersetzen und sich für andere Kinder und Jugendliche einsetzen, denen es nicht so gut geht wie ihnen“, so Schwerdtfeger.

„Gewagte Aktion“


Da keiner im Voraus wissen konnte, wie weit der Ballon fliegt, sei es natürlich „eine gewagte Aktion“ gewesen, sagt der Ideengeber Alexander Kleine von der EJW. Das Ganze sei „als Experiment gekoppelt an eine Spendenaktion“ zu verstehen, so Kleine.
Vor dem Start mussten Genehmigungen im Bereich der Flugsicherheit eingeholt werden. Schließlich ließen die Jugendlichen den Wetterballon dann in der Nähe von Lüneburg in den Himmel steigen.
Aufgrund seines geringen Gewichts gelangte er bis in eine Höhe von 35 Kilometern. Nach verschiedenen Richtungswechseln und zurückgelegten 85 Kilometern (Luftlinie zwischen Start- und Landeplatz) platzte der Ballon. Eine daran befestigte Styroporbox, in der sich die GoPro, eine wetterfeste Sport- und Aktionskamera befand, kam nahe einem Waldgebiet in Dünsche (Niedersachsen) zu Boden. Jemand fand die mit einer Telefonnummer versehene Kiste, und die Jugendlichen brachten sie noch am gleichen Tag zurück nach Hamburg. Kai Lietzke, einer der Beteiligten der Aktion, schneidet zurzeit das Video, das die faszinierenden Aufnahmen aus der Stratosphäre zeigt sowie die Vorbereitungen vor dem Start dokumentiert.

In der Christuskirche


Das Video wird am kommenden Sonntag (18. Januar) im Gottesdienst in der Christus-Kirche der Öffentlichkeit vorgestellt und ist danach bei YouTube sowie auf der Facebookseite der EJW zu sehen.
Wer die Spendenaktion unterstützen möchte, kann seinen Betrag auf folgendes Konto überweisen:

Spendenkonto Christus-Kirche: IBAN: DE 81 2106 0237 0000 0113 71 BIC: GENODEF1EDG, Stichwort: „Adventsaktion 2014“

Bis zum 16. Januar eingegangene Beträge können noch mit hinein gezählt werden für die Summe, die am 18. Januar bekanntgegeben wird. Aber auch noch danach darf gern gespendet werden.
Videopremiere und Bekanntgabe der Spendensumme im Gottesdienst am Sonntag,
18. Januar, 10 Uhr in der Christus-Kirche, Wandsbeker Markt
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