Für geordnete Bahnen in Hamburg

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Taxistand und Parkplätze könnten neuen Bushaltestellen weichen Foto: rg

Bezirkspolitiker: Situation am Knoten Farmsen verbessern

Von Rainer Glitz
Hamburg. Bus- und U-Bahnfahrgäste, Radfahrer, Fußgänger und jede Menge Autos treffen am U-Bahnhof Farmsen aufeinander. Regelmäßig kommt es auf der Kreuzung zu Staus, Probleme gibt es auch auf den Fuß- und Radwegen. „Einerseits sind die Busanlagen an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen, andererseits haben wir wieder und wieder Konflikte und Gefahrensituationen zwischen den Nutzern“, sagte unlängst Lars Kocherscheid-Dahm, SPD-Verkehrsexperte, bei der Vorstellung des Mobilitätsreports seiner Bezirksfraktion. Vorgeschlagen wird darin, die Bushaltestelle in Richtung Steilshoop zu verlegen, dafür sollen Taxistand und Parkplätze weichen. Der Radverkehr könnte beidseitig auf eine eigene Spur auf die Fahrbahn verlegt werden.
Die CDU in Farmsen-Berne schätzt die Verkehrslage genau so ein. „Wir freuen uns, dass die SPD uns hier unterstützt“, sagte der Ortsvorsitzende Huy-Tam Van. Den Ansatz der SPD für den Radverkehr hält er allerdings für gefährlich. „Vier große Straßen führen zu diesem Nadelöhr, da kann man die Radfahrer nicht noch zusätzlich hineinschicken“, so Van. Die CDU schlägt stattdessen vor, den Radverkehr beidseitig auf den nördlichen Teil am U-Bahnhof Farmsen zu verlegen und den dortigen Radweg entsprechend zu verbreitern. Der Süden würde für Radfahrer gesperrt. „Wir werden unser Konzept zur nächsten Sitzung der Bezirksversammlung vorlegen“, so Van. Wie auch immer die Lösung für den Knotenpunkt Farmsen aussehen wird: Bauliche Veränderungen wird es so schnell nicht geben. Dies geht aus der Antwort von Verkehrsbehörde und HVV auf einen Antrag der CDU von Anfang 2013 hervor. Eine Neuordnung könnte frühestens im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms erfolgen. „Kurzfristige, bauliche Zwischenlösungen werden von der zuständigen Behörde nicht gesehen“, heißt es. Geld sei zurzeit auch nicht vorhanden. Erst 2016 beginnt die Planung für die Linie 26, die über Farmsen fährt. Die Wandsbeker CDU nimmt das Beispiel nun zum Anlass, um Sinn und Nutzen der Busbeschleunigung im Allgemeinen zu hinterfragen. Wo genau wird in Wandsbek gebaut, wie lange dauern die Arbeiten, welche Folgen haben sie für Anwohner und Geschäftsleute und was kosten sie? Und nicht zuletzt: Wieviel Zeitersparnis für die Busfahrgäste bringt das alles? Antworten soll eine Anfrage der CDU ergeben.  (rg)
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