Gegen Sportplatz-Bebauung in Hamburg

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Gerhard Schack (l.) und Kurt Krüger lehnen die Bebauung des Sportplatzes ab Foto: güb

Stoppt ein Bürgerbegehren das Projekt?

Hamburg. Die Bebauung des Sportplatzgeländes neben der Grundschule Stapelfeld am Von-Eichendorff Weg mit 19 Wohnhäusern hat ein Bürgerbegehen hervorgerufen. „Wir haben die notwendigen 141 Unterschriften zusammen. Das Bürgerbegehren kann auf den Weg gebracht werden“, sagte Initiator Gerhard Schack. Die Fragestellung: „Sind Sie gegen den Neubau eines weiteren Sportplatzes Am Drehbarg?“ Die Bürger können mit Ja oder Nein stimmen.
Zur Begründung führt Gerhard Schack an: „ Der Grundschule Stapelfeld wird angeboten, in Zukunft den geplanten Sportplatz mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro Am Drehbarg zu nutzen. Dieses Angebot kann die Grundschule kaum wahrnehmen. Die Schüler müssten erheblich weitere Wege – teilweise über die stark befahrene Hauptstraße – in Kauf nehmen.“
Schack ist sich sicher, dass das Bürgerbegehren von der Mehrheit der Stapelfelder Bevölkerung eine Zustimmung erhalten wird. „Seit Mitte 2013 haben sich über 1000 Bürger für den Erhalt der vorhandenen Sportmöglichkeiten an der Grundschule Stapelfeld eingesetzt. Stapelfelds Bürgermeister Jürgen Westphal ist anderer Ansicht. „Erst einmal muss die Kommunalaufsicht offiziell das Bürgerbegehren zulassen. Das ist noch nicht erfolgt. Wenn von dort die Zustimmung erfolgt, muss die Gemeinde in den nächsten drei Monaten einen Wahltermin für das Bürgergehren festlegen. Wenn Stapelfelds Bürgerinnen und Bürger entscheiden, der neue Sportplatz wird nicht gebaut, dann wird der Bau der 19 Wohnhäuser und des neuen Sportplatzes , dem die Gemeindevertretung einstimmig ihr Votum gegeben hat, für zwei Jahre auf Eis gelegt.“
Sollten die Stapelfelder den Bau des neuen Sportplatzes ablehnen, trifft es den Verein für Sport und Gemeinschaftspflege (VSG Stapelfeld) sehr hart. Der Vorsitzende Rainer Matzanke sagt: „Ohne den neuen Sportplatz wird es den Verein nicht mehr geben. Der Verein hat zur Zeit 530 zahlende Mitglieder, Vor fünf Jahren waren es noch 600. Komplette Fußballmannschaften haben den Verein verlassen, weil wir nur einen Grandplatz haben. Der geplante Kunstrasenplatz würde unsere Zukunft sichern.“ (güb)
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