„Gelbes Dorf“ etabliert

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Die Häuser im Gelben Dorf gehören inzwischen zum Rahlsteder Ortsbild Foto: rdm

Runder Tisch Rahlstedt kümmert sich bereits um neu erwartete Flüchtlinge

Rahlstedt „Das Gelbe Dorf“ als Bezeichnung für die Flüchtlingshäuser an der Rahlstedter Straße hat sich in Rahlstedt weitgehend durchgesetzt - Ausdruck ihrer gewachsenen öffentlichen Akzeptanz – so Michael Stengel von der Initiative „Der Runde Tisch Rahlstedt“. Der Kulturverein Rahlstedt hatte ihn und den Bürgerschaftsabgeordneten Ekkehard Wysocki zu einer Präsentation vor der Jahreshauptversammlungdes Kulturvereins eingeladen. Die Initiative des Runden Tisches – sie wird von den Kirchengemeinden Altrahlstedt und Markus getragen – engagiert sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern. Die 118 Flüchtlinge, vornehmlich aus Afghanistan und Syrien, davon 70 Kinder, sollen auf das Leben in der deutschen Gesellschaft vorbereitet werden. Deutschkurse für Kinder und Erwachsene, eine Fahrradwerkstatt für Jugendliche, Nähgruppen und Sportangebote vermitteln den ausländischen Mitbürgern das Gefühl, dass sie
hier willkommen sind. Ein Begegnungsfest zeigte: „Aus Fremden werden Nachbarn, aus Nachbarn werden Freunde“.
Die Ankündigung vom Bau der Wohnunterkunft hatte 2013 zunächst zu Protesten unter den Anwohnern geführt. Lokale Politiker stellten sich den beunruhigten Bürgern, der Träger „fördern & wohnen“ lud zu kritischen Diskussionsrunden ein. Heute gehört das Gelbe Dorf zum Rahlstedter Ortsbild dazu. Ekkehard Wysocki:
„Die vorbildliche Arbeit des Runden Tisches ist ein Stück gelebter Willkommenskultur in Rahlstedt“.
Weil die Zahl der nach Hamburg strömenden Flüchtlinge nach wie vor hoch ist, sollen in Rahlstedt zwei weitere Wohnunterkünfte an der Grunwaldstraße und an der Sieker Landstraße entstehen. Die Willkommensbetreuung dieser zukünftigen Flüchtlinge wird schon jetzt unter dem Dach des Runden Tisches vorbereitet.

Volles Programm


Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung – die erste unter dem Vorsitz von Carmen Hansch – präsentierte sich der Verein als in sich gefestigter, mit dem lokalen und regionalen Kulturleben eng vernetzte Institution. So erinnerte Carmen Hansch an die Eröffnung der Jens-Cords-Ausstellung, an den Besuch des Polizeimuseums und an die Gründung eines „Runden Tisches Weihnachtsdekoration.“
Werner Jansen vom Arbeitskreis Geschichte im Kulturverein kündigte die Herausgabe des Jahrbuchs 2015 und mehrere Stadtführungen an.
Markus Berns und Werner Jansen wurden als zweiter und dritter Vorsitz-
ender wiedergewählt. „Die Planungen für die Rahlstedter Kulturwochen 2015 sind abgeschlossen. Eine Aufführung der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg, eine Lesung von Werner Hansch und eine Lesung mit Konzert von Rocko Schamoni gehören zu den Leckerbissen“, so Carmen Hansch. (rdm)
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