Geplante U-Bahnlinie 5: Kosten zu hoch?

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Verkehrsausschuss beantwortet Fragenkatalog zur Streckenführung

Steilshoop/Bramfeld Noch vor dem eigentlichen Beginn der Bürgerbeteiligung für die geplante U-Bahnlinie 5 (Bramfeld –  Osdorfer Born) haben die Koordinierungskonferenz Steilshoop und Sprecher Dr. Martin Kersting (62) einen ganzen Fragenkatalog an die Stadt geschickt. „Das soll keine Positionierung sein – es handelt sich nur um Fragen von Bürgern“, so Kersting. Dabei ging es vorwiegend um die Linienführung der U 5 im Bereich Barmbek Nord, um die Zahl der Haltestellen in Steilshoop und um Fahrzeiten in Zusammenhang mit der Umgestaltung des Busnetzes. Ole Thorben Buschhüter (SPD), Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Bürgerschaft, gab Wirtschaftssenator Frank Horch, seinem Staatsrat Andreas Rieckhof, Hochbahn-Experten sowie den Ausschussmitgliedern ausführlich Gelegenheit, zu den Steilshooper Fragen Stellung zu nehmen. Dass die neue Linie von Bramfeld über Steilshoop und Barmbek Nord (Hartzloh) in Richtung Rübenkamp und Sengelmannstraße anstatt nach Barmbek geführt wird, begründete Hochbahn-Bereichsleiter Gerhard Schenk mit der besseren Netzintegration (zwei Umsteigeknoten). Ein Anschluss der U 5 nach Barmbek würde außerdem eine nicht gewünschte parallele Streckenführung zur S-Bahn bedeuten. Dennoch biete die U 5 für Fahrgäste aus dem Bereich Bramfeld/Steilshoop um rund zehn Minuten kürzere Fahrzeiten in die Innenstadt.
Abschließend konnten die Steilshooper Fragen noch nicht beantwortet werden. Sie werden in der Bürgerbeteiligung wieder aufgegriffen. Spannend blieb die Veranstaltung dennoch durch einen Beitrag des FDP-Verkehrsexperten Dr. Wieland Schinnenburg. „Ich mache mir ernsthafte Sorgen darüber, wie Sie das Geld für die Schnellbahnprojekte zusammenbekommen wollen“, versuchte er dem Senator eine Kostenschätzung zu entlocken. Allein die rund 38 Kilometer lange U 5 veranschlagte Schinnenburg mit „mindestens 3,8 Milliarden Euro – eher noch mehr“. Auch sei noch nicht bekannt, mit welchen Beträgen sich der Bund beteilige. Schinnenburg schlug deshalb vor, die Bauprojekten abzuspecken.
Senator Frank Horch dazu: „Der Schnellbahnbau ist eine Generationenaufgabe. Da muss langfristig geplant werden.“ Über die Kosten – und damit auch über einen Bundesanteil – könne in dieser frühen Planungsphase noch keine seriöse Auskunft gegeben werden. (tel)
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1 Kommentar
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Michael Kahnt aus Barmbek | 23.05.2016 | 07:21  
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