Gerhard Fuchs ist Blutspender seit 50 Jahren

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Dr. Melanie Braun überreicht dasBuchgeschenk an Gerhard Fuchs Foto: rdm

Wandsbeks ehemaliger Bezirksamtsleiter bekommt für jahrelangen Einsatz Ehrennadel

Rahlstedt „Spender von Blut, Knochenmark und Stammzellen sind Lebensretter. Ich danke Ihnen im Namen des Senats für Ihre Hilfsbereitschaft“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storks vor 700 Spendern im Hamburger Rathaus. Mit 200 Blutspenden gehörte Gerhard Fuchs zu den zu ehrenden Spendern. 1965 waren bei einer schweren Operation seiner Frau Evelyn zwei Bluttransfusionen notwendig geworden. „Diese Hilfe war eine tiefgehende Erfahrung. Wir beschlossen unsererseits durch Blutspenden anderen Menschen zu helfen“, so Gerhard Fuchs. Nach 100 Blutspenden beendete Evelyn Fuchs ihre Spendentätigkeit.

Blutspendedienst am Sonnabend

Über seine Spenderbeteiligung hinaus warb Gerhard Fuchs unermüdlich für den Blutspendedienst. Als Fraktionsvorsitzender seiner Partei setzte er in der Bezirksversammlung Wandsbek einen Beschluss zur Einrichtung eines Blutspendedienstes für Berufstätige am Sonnabend durch. Als Bezirksamtsleiter ermöglichte er Mitarbeitern die Teilnahme und stellte während der Dienstzeit einen Shuttle in das damalige Krankenhaus Friedrichsberg bereit.

Mit Eskorte zur Blutspende

Auch bei ernstem Tun kann es humorvolle Situationen geben. Weil man bei ihm eine sehr seltene Blutuntergruppe entdeckte, wurde er in den Wartestand versetzt – und eines Tages dann im Polizeiwagen ins Krankenhaus St. Georg zur sofortigen Blutspende eskortiert. „200 Blutspenden waren mein großes Ziel. Es im 73. Lebensjahr über die übliche Altersgrenze von 68 erreicht zu haben, macht mich glücklich,“ so Gerhard Fuchs. Nach Schätzung von Dr. Melanie Braun, Leiterin des Zentralinstituts für Transfusionsmedizin, werden jährlich etwa 150.000 Spenden abgenommen und damit rund 20.000 Menschen jährlich das Leben neu geschenkt. (rdm)
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