Geschichte der Mehlbeere

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Katharina Fiegen beobachtete die schwedische Mehlbeere vor ihrer Haustür und bat einen BaumKontrolleur zum Interview. Foto: kg

Preisverleihung Naturtagebuch beim BUND

Von Karen Grell
Marienthal. Der Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND, prämiert in jedem Jahr die Naturtagebücher, die Kinder mit ihren Erlebnissen gefüllt und anschließend eingesendet haben. Wie schon so oft fiel es der Jury wieder ausgesprochen schwer, sich zwischen den unterschiedlichen Arbeiten zu entscheiden. Während die einen ihren eigenen Goldhamster, das Zwergkaninchen oder den Kater Kosmos beobachteten, lockte die anderen Kinder der Kleingarten vor der Haustür auf Entdeckungsreise oder das Beet in Nachbars Garten.
Die Möglichkeiten, die Natur zu beobachten, die sind so vielfältig, dass auch die Naturtagebücher der jungen Teilnehmer ganz individuell und komplett verschieden wurden. Die Spannung im BUND-Büro zur Preisverleihung war dann natürlich groß, denn es gab nicht nur Urkunden für die Landessieger, sondern auch Preise auf Bundesebene. Wer an diesem Freitagnachmittag ganz großes Glück hatte und dessen Arbeit als besonders wertvoll beurteilt wurde, der ging sogar mit beiden Urkunden nach Hause.
Natur beobachten
Alle Preisträger waren sich darin einig, dass die Beobachtungen in der Natur wahnsinnig viel Spaß gemacht hatten. Ob es nun die Erbsenpflanze war, deren Wachstum genau unter die Lupe genommen wurde oder der Raum zwischen einer Erdbeerpflanze und einem Johannisbeerstrauch, die Mappen waren präzise und liebevoll ausgearbeitet, mit kleinen Zeichnungen ausgestattet und teilweise so detailliert gestaltet, dass selbst die Jury oft ins Staunen geriet.
Katharina Fiegen vom Gymnasium Marienthal hat über mehrere Wochen die Schwedische Mehlbeere vor ihrem Haus beobachtet. Ein Baum, der ihr viele Rätsel aufgab und über den sie viel erfahren konnte. Sie dokumentierte beispielsweise die Tiere, die sie an seiner Rinde beobachten konnte und ließ sich auch die Chance, einen Baumkontrolleur zu interviewen nicht entgehen.
250 Kinder machten mit
„Als er gerade an unserer Tür vorbeikam und so einen großen Computer vor dem Bauch hatte, habe ich gleich einen Termin für ein Telefoninterview mit ihm vereinbart“, so die Zwölfjährige, die eine Urkunde und eine CD erhielt. Fast 250 Kinder hatten in diesem Jahr wieder mitgemacht und insgesamt 73 Naturtagebücher eingereicht. „Es fiel uns nicht leicht, hier ein Urteil zu fällen“, so Katrin Mehre, Umweltpädagogin der BUND-Jugend und Dr. Barbara Dahlke, die erste Vorsitzende des Landesverbandes, die zur Preisverleihung gekommen waren. Besonders positiv bewertet wurden die Arbeiten, die wirklich von Kinderhand geschrieben worden waren. Klar ist für alle Teilnehmer, nachdem sie stolz ihre Urkunden in den Händen hielten, dass sie auf jedem Fall weiter die Natur beobachten wollen und vielleicht sogar noch ein weiteres Tagebuch anlegen würden.

Wer in diesem Jahr beim Naturtagebuch mitmachen möchte, findet hier die
passenden Infos: BUNDjugend Hamburg Loehrsweg 13, Telefon/Fax: (040) 460 34 32
E-Mail: hamburg@bundjugend.de Internet: www.bund-hamburg.de, www.naturtagebuch.de.
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