Gold für TSV Wandsetal

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Jürgen Meins (3.v.I.) und Gerd Seraphin vom TSV Wandsetal (3.v.r.), nahmen die Auszeichnung zusammen mit Folker Hellmund, dem Leiter des EOC-EU-Büros (2.v.r.) entgegen Foto: Europäische Kommission GD EAC

Verein erhält für Engagement für Flüchtlinge den Preis der EU-Kommission

Von Karen Grell
Wandsbek
Der TSV Wandsetal hat den BeActive Grassroots Project Award der EU-Kommission für sein Engagement in den Bereichen Inklusion und Integration erhalten. „Wir sind sprachlos darüber, dass wir gleich die Goldmedaille nach Hause nehmen konnten“, so Vereinsvorstand Jürgen Meins und der Integrationsbeauftragte Gerd Seraphin vom TSV Wandsetal.
Besonders auszeichnungswürdig erschien der Jury das Engagement des Vereins für Flüchtlinge. Schon vor zwei Jahren, als die ersten Schutzsuchenden in der Litzowstraße in Wandsbek einzogen, sah Gerd Serafin die Notwendigkeit, hier auch in Sachen Sport aktiv zu werden. „Zuerst hatten wir es mit dieser Idee gar nicht so leicht“, erinnert auch Jürgen Meins die damalige Situation. Gelder fehlten und Trainer mussten gefunden werden. Bis dann auch die Flüchtlinge Vertrauen fassten und regelmäßig zum Verein kamen, war noch ein nächster Schritt.
Der DOSB als nationaler Koordinator der „Europäischen Woche des Sports“ für Deutschland hatte den TSV Wandsetal vorgeschlagen, da er als „Verein mit Herz“ Menschen aus allen Gesellschaftsschichten die Möglichkeit gibt, aktiv am Sport teilzunehmen. Der gemeinsame Sport übernehme dann eine Schlüsselfunktion für Inklusion und Integration und sorge für ein besseres Verstehen und Zusammenleben. Jürgen Meins und Gerd Seraphin nahmen die Auszeichnung zusammen mit Folker Hellmund, dem Leiter des EOC-EU-Büros und Dr. Claus Müller vom Hanse-Office, der Vertretung Hamburgs und Schleswig-Holsteins bei der EU, entgegen. Erster Kommentar nach diesem Abend: „Wir können es noch gar nicht so recht glauben“. Insgesamt gingen 31 Kandidaten ins Rennen um den ersten BeActive Grassroots Project Award. Alle nationalen Koordinatoren aus den 28 EU-Mitgliedstaaten sowie den weiteren teilnehmenden Ländern Mazedonien, Island, Norwegen, Liechtenstein und der Türkei konnten jeweils einen Verein/ein Projekt für die Auszeichnung vorschlagen. Auf Platz zwei landete das Projekt Teatejooks/Children’s relay run aus Estland, auf Platz drei Marche Adeps aus der Wallonie in Belgien. Jürgen Meins: „Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“.
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