Grünes Licht für alle

Anzeige
Die Tonndorfer Hauptstraße ist noch bis zum 2. Juni als Einbahnstraße in Richtung Rahlstedt eingerichtet Foto: sim
Hamburg: Tonndorfer Hauptstraße |

Umbauten an der Tonndorfer Hauptstraße geben Verkehrsteilnehmern gleiche Rechte

Von Siegmund Menzel
Tonndorf
Mit der Baustelle an der Kreuzung Jenfelder Allee/Tonndorfer Hauptstraße schlägt die Stadt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zur Zeit werden die Bushaltestellen „Studio Hamburg“ sowie die Ampelanlage auf die verkehrsabhängige Steuerung umgebaut.

Bauarbeiten bis Mitte Juni


Die Bauarbeiten sollen bis Mitte Juni dauern, wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) auf Anfrage mitteilte. Die Tonndorfer Hauptstraße sei noch bis zum 2. Juni als Einbahnstraße in Richtung Rahlstedt eingerichtet. Danach stünden die Fahrstreifen wieder in beiden Richtungen zur Verfügung. „Die Zu- und Ausfahrt des Einkaufszentrums ist während der gesamten Bauzeit frei.“ Für die Dauer der Einbahnstraßen-Regelung an der Tonndorfer Hauptstraße wurde eine Umleitungsstrecke eingerichtet. Ersatzhaltestellen stehen zur Verfügung. Über die genaue Lage informiert die Hamburger Hochbahn mit Aushängen an den Haltestellen.

Die Haltestellen werden für Gelenkbusse verlängert und barrierefrei ausgebaut, dann können Fahrgäste leichter ein- und aussteigen, heißt es bei der Hochbahn weiter. Durch den Einbau von so genannten Sonderborden könnten Busse die Haltestellen außerdem besser anfahren. Bauleute modernisieren zudem die angrenzenden Nebenflächen. Vor dem Einkaufszentrum entstünden anstelle der Längsparkstreifen sechs Parkmöglichkeiten in Schrägaufstellung. Neu gestaltet werden auch die Geh- und Radwegflächen bis zur Parkhauseinfahrt des Einkaufszentrums. Auf der anderen Seite erneuern Bauarbeiter die Nebenflächen bis kurz hinter der „Tonndorfer Bücherzelle“.

Wärmekamera erkennt Fußgänger


Nach der geplanten Verkehrsfreigabe am 16. Juni müssen Fußgänger und Radfahrer an der Ampel der Kreuzung Jenfelder Allee/Tonndorfer Hauptstraße keinen Taster mehr betätigen, da sie durch eine Wärmekamera erkannt werden und automatisch „Grün“ erhalten. Die Grünanforderung für Autos erfolge durch Induktionsschleifen in der Fahrbahn. In Hamburg gebe es etwa 20 dieser Ampelanlagen, die sich allesamt im Bezirk Wandsbek befinden. Der Hamburger Senat habe es sich zum Ziel gesetzt, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu gestalten, damit noch mehr Bürger Busse nutzen. Die flexible verkehrsabhängige Steuerung ziele auf verkürzte und verlässliche Fahrzeiten der Busse, sagt die Hochbahn Es gibt in Wandsbek aber noch Kreuzungen, an denen Fußgänger und Radfahrer nicht automatisch mit dem parallelen Kfz-Verkehr „Grün“ erhalten, sondern nur durch Betätigung der Anforderungstaste. Kritiker fordern die Demontage aller „Bettelampeln“. Es gehe um die Gleichberechtigung. Man dürfe Radfahrer und Fußgänger nicht diskriminieren, sie nicht zu Verkehrsteilnehmern Zweiter Klasse machen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige