Grundschule Willinghusen bekommt Anbau

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Joshua, 9, (l)., und Mia, 8,nutzen eine Ecke im Flur füreine Zusatzaufgabe. Es ist das Mausespiel, das mit Mathe zu tun hat Foto: cm

Die einstige Volksschule in Barsbüttel wird für 1,2 Millionen vergrößert. Der Schulgarten bleibt erhalten

Von Christa Möller
Willinghusen
Heute besuchen 178 Kinder die Grundschule im Barsbütteler Ortsteil Willinghusen, deren Vorläufer eine kleine, 1875 erbaute Volksschule war. Längst ist die Schule an der Stemwarder Landstraße komplett zweizügig und bei 27 beziehungsweise 23 Kindern in der ersten Klasse kann es schon mal eng werden im Unterricht. Neben den Fluren wird auch die Aula als Ausweichraum genutzt. Doch jetzt ist ein weiterer Anbau in Planung. Neben zwei weiteren Klassenräumen entstehen vor dem Bereich des rückwärtigen Einganges drei Gruppenräume und ein Klassenraum. „Es wird viel Unruhe geben in der Bauphase, aber das nehmen wir gern in Kauf“, betont Schulleiterin Gabriela Bock. Mit rund 1,2 Millionen Euro beziffert Barsbüttels Bürgermeister Thomas Schreitmüller die Kosten für den Schulanbau im Ortsteil Willinghusen, mit der Fertigstellung rechnet er im Sommer nächsten Jahres. Seit 2014 ist Willinghusens Grundschule ganz offiziell Ganztagsschule – und schon wieder zu klein, so dass die Kinder teilweise auf den Fluren lernen müssen, weil Gruppenräume fehlen. „Das ist unglücklich, man kann nicht konzentriert auf dem Flur arbeiten. Aber wir platzen aus allen Nähten, weil wir nur acht Klassenräume haben und normalerweise nur einen Gruppenraum“, erläutert Schulleiterin Gabriela Bock mit Blick auf die schulisch genutzten Räume. Die 60-Jährige, seit 2009 im Amt, hatte zuvor zehn Jahre lang die Reinbeker Hauptschule geleitet, bis diese zur Gemeinschaftsschule wurde. Als sie Schulleiterin wurde, nutzten der Betreuungsverein sowie private Musiklehrer nachmittags die Klassenräume. Deren Angebote wurden in den Offenen Ganztag eingegliedert, wobei der Betreuungsverein Willinghusener Wühlmäuse Kooperationspartner für den Schulträger ist. Weitere Kursleiter ergänzen das Programm, das von Montag bis Donnerstag aktuell unter anderem Kurse wie „Starke Kinder schützen sich – nicht mit mir“, Altes Ägypten, Volleyball, Flötenunterricht, Schach sowie Kochwerkstatt umfasst und von 143 Kindern genutzt wird. „Wir sind froh, dass wir trotz des jetzigen Anbaus unseren Schulgarten nicht opfern müssen, und auch der Schulhof bleibt in der Größe erhalten, das ist die optimale Lösung“, freut sich Gabriela Bock über die Pläne des Architekturbüros Horst Schlund aus Reinbek für den Anbau, der Erdgeschoss und erstes Stockwerk umfassen und gestalterisch dem Bestandsbau angepasst werden soll. Der Architekt hatte auch die vorigen Anbauten gepant: 1985 die Turnhalle, 1999 die Erweiterung um vier neue Klassenräume ebenso wie für mehrere Bauabschnitte in den Folgejahren. Zehn Lehrkräfte sind in Willinghusen tätig. Was Bock sich für die Zukunft wünscht? „Dass wir uns weiter so entwickeln, wie wir es bisher getan haben und den offenen Ganztag ausbauen, die Kinder so empfangen, dass sie sich wohl fühlen.“
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