Haltestelle wird Hingucker

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So sieht der neue verlängerte Bahnsteig mit neuem Dach aus Simulation: Architekturbüro

Ende September Bahnsteig-Umbau. Behinderung bei U1

Von Günther Brockmann
Wandsbek. Rund 50.000 Fahrgäste passieren täglich die U-Bahn Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt. Sie müssen schon seit etlichen Wochen mit vielen Behinderungen leben, denn der U-Bahnhof, der 1918 gebaut wurde, wird komplett umgebaut. „Wir haben uns viel vorgenommen. Zwei neue Aufzüge sollen künftig dafür sorgen, dass der barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen möglich ist. Dafür müssen wir an beiden Bahnsteigen umfangreiche Bauarbeiten durchführen. Zuerst wird der Bahnsteig 1, an dem die Züge in Richtung Farmsen abfahren, mit einem Aufzug versehen und auf ganzer Länge um 20 Zentimeter erhöht“, erklärte Volker Schmidt vom Haltestellenmanagement der Hamburger Hochbahn. Er ist Leiter des Architekten-/Ingenieurbüros und verantwortlich für den kompletten Umbau des Bahnhofs.
„Die U-Bahn-Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt ist in die Jahre gekommen. Der letzte Umbau des Bahnhofs erfolgte vor rund 50 Jahren. Wenn wir auf den Bahnsteigen die Aufzüge installieren, müssen die Bahnsteige zu den Aufzügen hin verlängert werden. Ebenso das Dach über den Bahnsteigen.
Dafür sind umfangreiche Umbauten notwendig. Umbauten sind auch im Eingangsbereich des Bahnhofs erforderlich. Dort wird zu den bestehenden Läden noch ein dritter Laden hinzukommen. Es wird ein Backshop sein, der das Angebot ergänzt“, fügte
Volker Schmidt hinzu.
Schienenersatzverkehr
Für die Linien U 3 und U 1 sind Fahrplanänderungen in der Zeit vom 28. September bis zum 13. Oktober notwendig, da die Umbauten an den Bahnsteigen einen geänderten U-Bahnverkehr notwendig machen. In diesen beiden Wochen verkehrt lediglich die U3 nach Barmbek. Die U1 wird zwischen Farmsen und Wandsbek-Markt durch einen Ersatzverkehr mit Bussen bedient. „Wir werden die U-Bahn-Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt zu einem Schmuckstück machen. Auch das alte Eingangsgebäude wird verschönert, so dass neue Dächer, neue Bahnsteige, neue Läden und ein neuer Eingangsbereich zum attraktiven Aussehen des Bahnhofs beitragen werden. Besonders stolz ist Dujo Basura, Polier der Firma Jürgen Martens aus Hamburg darauf, dass die beiden neuen Aufzüge für den barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen fachgerecht ausgeführt werden, denn er hat den ersten Aufzug für die Hochbahn in Hamburg gebaut und ist seit 20 Jahren ein erfahrener Experte für den Umbau von U-Bahn-Haltestellen“, erläuterte Volker Schmidt.
Während des Umbaus ist der Briefkasten am Bahnhof verschwunden. Das hatten WochenBlattleser gemeldet. Sie beschwerten sich, weil man in der U-Bahnnähe die Post nicht mehr los wird.
Die Post sagte dazu: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Bauarbeiten sich bis zum Ende des Jahres 2014 hinziehen. Wenn wir das gewusst hätten, wäre ein Ersatzbriefkasten aufgestellt worden. Wir werden versuchen, dieses noch nachzuholen.“ Volker Schmidt wies darauf hin, dass die Post von der Hochbahn über die Gesamtbaumaßnahme vorab informiert wurde. (güb)
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