Hamburg: 300.000 Euro für Kinderschutz

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Auch diese Babylotsinnen sind den ganzen Tag über im Krankenhaus unterwegs und für die Eltern eine große Unterstützung Foto: Grell

Babylotsen erhalten eine Riesen-Spende

Hamburg Schwanger sein bedeutet das Glück, ein Kind zu bekommen, aber auch ein völlig neues Leben, das oft neben der Freude auch viele Ängste und Fragen mit sich bringt. Gerade alleinerziehende Frauen und Familien, in benachteiligten sozialen Situationen, stehen dann vor einem Berg von Hürden, die sie zu bewältigen haben. Das Marienkrankenhaus in Eilbek bietet dafür den Service der Babylotsen der gemeinnützigen Stiftung „SeeYou“ des katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift an. Sozialarbeiterinnen stehen im Rahmen dieses Projektes den werdenden Müttern und Vätern schon vor der Geburt zur Seite und beraten bei Sorgen und Nöten, die weit über die medizinische Versorgung hinausgehen. Für die Arbeit mit den Babylotsen bekam das Marienkrankenhaus jetzt finanzielle Unterstützung. In Anwesenheit von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks erhielt das Marienkrankenhaus jetzt von der Spendenbewegung „Deutschland rundet auf“ einen Scheck über 300.000 Euro. Verschiedene große Ladenketten in ganz Deutschland haben sich diesem Konzept angeschlossen und runden den Einkaufsbetrag ihrer Kunden auf deren Wunsch auf den nächsten 10-Cent-Betrag auf. „Wir haben damit die Mikrospende professionalisiert“, erklärt Matthias Höwt von „Deutschland rundet auf“. In nur 52 Tagen haben, laut Höwt, mehr als fünf Millionen Menschen bundesweit aufgerundet und damit die Summe zur Unterstützung der Babylotsen möglich gemacht. Mit der gigantischen Spende können an zehn weiteren Geburtskliniken die Babylotsen eingeführt werden. 2.000 Neugeborene erhalten dadurch eine nachhaltige Chance. Ein Glück für viele Familien, die durch Anforderungen am Arbeitsplatz und steigenden Lebenshaltungskosten zunehmenden Belastungen ausgesetzt sind, die sich auch auf eine Kindesentwicklung auswirken. Das Konzept „Deutschland rundet auf“ ist aufgegangen und hat sein Ziel, die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen, erreicht. Seit 2012 wurde mehr als fünf Millionen Euro gespendet. (kg)
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