Hamburg: Der Glaube hilft heilen

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Bei der Übergabe der Gebetsbox: Staatsministerin Aydan Özoguz (SPD), Chefarzt Generalarzt Dr. Joachim Hoitz und Imam Ercan Yüksekkaya Foto: Sandra Herholt/wb

Neu: Muslimische Gebetsboxen im Bundeswehrkrankenhaus

Von Hans-Jürgen Hilgers
Hamburg-Wandsbek. Ein gefestigter Glaube kann zur Genesung beitragen. In diesem Wissen und Bewusstsein haben die Mitarbeiter des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg fünf muslimische Gebetsboxen organisiert. Patienten muslimischen Glaubens, die beispielsweise als Notfall eingeliefert wurden aber auch Besucher und Mitarbeiter können jetzt für das Gebet eine von fünf Gebetsboxen ausleihen.
Die Boxen sind mit einem Gebetsteppich, einer Gebetskette und dem Koran in arabischer, türkischer und deutscher Sprache bestückt. Im Raum der Stille wurde eine ruhige Ecke gefunden, die den Ansprüchen eines muslimischen Gebetsraumes gerecht wird. Nach Osten Richtung Mekka ausgerichtet versperren keine Personen den Blick des Betenden. Gleichzeitig können auch Angehörige anderer Konfessionen beten.

Raum der Stille

Mit einem Festakt Mitte September wurden die Gebetsboxen offiziell zur Nutzung freigegeben. Chefarzt Generalarzt Dr. Joachim Hoitz freute sich sehr über dieses für Hamburg einmalige Angebot, zumal das Christentum und der Islam gemeinsame monotheistische Wurzeln in der Geschichte Abrahams haben.
Ebenso begeistert äußerte sich auch Staatsministerin Aydan Özoguz (SPD), Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. „Es ist erkennbar, dass hier ein Raum mit viel Nachdenklichkeit eingerichtet wurde. Er lädt geradezu viele Religionen ein, hierhin zu kommen.“ Sie war sich sicher, dass die Gebetsboxen auch ein schönes Zeichen für Muslime sein werden.
Der Hamburger Imam Ercan Yüksekkaya rezitierte auf seine Art das 1. Kapitel des Koran mit dem Titel „Die Eröffnende“ und dankte so der Möglichkeit, die das Bundeswehrkrankenhaus überreligiös anbietet. Der Raum der Stille wurde bewusst unter einem interreligiösen Gedanken entwickelt und im neuen Bettenhaus des Bundeswehrkrankenhauses berücksichtigt. Die Gestaltung übernahmen die evangelische und katholische Militärseelsorge. Auf die Besonderheiten wies der evangelische Militärseelsorger Dr. Michael Rohde hin.
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