Hamburg: Der Platz für Flüchtlinge

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Auf diesem Grundstück in der Rahlstedter Straße 8 sollen Container für die Asylbewerber aufgestellt werden (unsere Montage zeigt Unterkünfte, die in Farmsen stehen)Foto: güb, Montage: ofr

Informationsabend am 10. Dezember im Gymnasium Rahlstedt

Von Günther Brockmann
Hamburg. Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) hat entschieden. In der Rahlstedter Straße 8 werden auf dem ehemaligen DRK-Grundstück fünf zweigeschossige Modulcontainerblöcke aufgestellt, die bis zu 130 Flüchtlingen Platz bieten sollen. Die Rahlstedter werden am Dienstag, 10. Dezember, ab 19 Uhr, von der BASFI mehr über die Unterbringungspläne erfahren. In der Mensa des Gymnasiums Rahlstedt, Scharbeutzer Straße 36, werden Vertreter der BASFI und Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff vor Ort im Gymnasium sein, um zu informieren und Fragen der Bürger zu beantworten.
Auf der nächsten Bezirksversammlung Wandsbek am Donnerstag, dem 12. Dezember, wird das Thema „Asylbewerber-
unterkunft in Rahlstedt“ ebenfalls behandelt.
„Durch den starken Zustrom von Flüchtlingen gibt es in der Hansestadt auch weiterhin einen Engpass bei der Unterbringung von Asylbewerbern und wohnungslosen Menschen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge teilt mit, dass bis Oktober diesen Jahres 87.442 Flüchtlinge statt 50.344 wie im Vorjahr nach Deutschland gekommen sind. Diese bundesweite Entwicklung beeinflusst auch stark die Zuwanderungszahlen in Hamburg“, heißt es in einem Brief des Staatsrates der BASFI, Jan Pörksen, den er an den Vorsitzenden der Bezirksversammlung Wandsbek, Hans-Joachim Klier in der vergangenen Woche gesandt hat.

Fünf zweigeschossige Modulcontainerblöcke

„Vor diesem Hintergrund strebt die BASFI an, in allen Bezirken der Stadt zusätzliche Unterkünfte zu schaffen. Nur in enger Zusammenarbeit und mit der Unterstützung aller Bezirke kann es und gelingen, diese Herausforderung zu meistern. Im Vordergrund steht die Realisierung von Unterbringungsmöglichkeiten, um die aktuelle Notlage für die Asylbewerber zeitnah zu beheben“, fügte der Staatsrat in seinem Schreiben hinzu.
Die BASFI plant auf dem Grundstück in der Rahlstedter Straße 8 fünf zweigeschossige Modulcontainerblöcke, die links und rechts einer etwa mittigen Grundstückserschließung errichtet werden. Jeder Containerblock bietet insgesamt im Erd- und Obergeschoss 13 Zimmer mit integrierten Küchen- und Sanitärbereichen zur gemeinschaftlichen Nutzung. Bei Doppelbelegung der Räume wird Platz für 26 Personen sein. Verwaltungs- und Lagerräume sowie Wasch- und Trockenräume sind jeweils im Erdgeschoss der Container vorhanden.
Als Sichtschutz zur westlich gelegenen Wohnbebauung und zum nebenliegenden öffentlichen Fußweg wird der bereits vorhandene Grünstreifen (Buchenhecke) verbreitert. An der Straßenseite des Containergrundstücks zur Rahlstedter Straße werden Parkplätze angelegt.

Zeitpunkt des Einzugs ist noch nicht bekannt

„Durch die Errichtung von bis zu 130 Plätzen in der Rahl-stedter Straße kann im Bezirk Wandsbek ein wesentlicher und kurzfristiger Beitrag geleistet werden. So wird die aktuelle Notlage der fehlenden Folgeunterbringungsmöglichkeiten gemildert und die humanitäre Situation für die Asylbewerber in unserer Stadt wesentlich verbessert“, erläuterte Staatsrat Jan Pörksen in seinem Brief an den Vorsitzenden der Bezirksversammlung.
Über den Zeitpunkt der Aufstellung der Container sind in dem Schreiben noch keine Angaben gemacht worden. Dieses wird bei der öffentlichen Anhörung im Rahlstedter Gymnasium erfolgen.
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