Hamburg: Die Jenfelder Au als Schulthema

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Hannes Munk, Student an der HafenCity-Universität (l.) und Andreas List, Lehrer an der Otto-Hahn-Schule betreuen das Projekt Fotos: rg

Neunte Klasse der Otto-Hahn-Schule machte Vorschläge zu Freifläche im neuen Quartier

Von Rainer Glitz
Hamburg. Die Umsetzung steht zwar noch aus, aber das künftige Quartier Jenfelder Au ist komplett durchgeplant. Mit einer Ausnahme: einer Freifläche im Süden des Geländes. Mit genau dieser Fläche beschäftigt sich das Projekt „Schule findet Stadt“.
Wie können Kinder und Jugendliche in die Gestaltung ihrer unmittelbaren Umgebung einbezogen werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Abschlussarbeit von Hannes Munk, der Stadtplanung an der HafenCity-Universität studiert. Über den persönlichen Kontakt zu Lehrer Andreas List entstand die Verbindung von Jenfelder Au und Otto-Hahn-Schule. „Da gab es dieses Riesenprojekt genau gegenüber der Schule, was lag also näher?“, sagt Hannes Munk. Ein halbes Jahr lang ging es für die Klasse 9a im Geographieunterricht um Stadtplanung. Die Jenfelder Schüler lernten in Gruppen den Umgang mit Stadtplänen, Luftbildern oder Flächennutzungsplänen. Sie besuchten die Baustelle und die Ausstellung in der Wilson-
straße und befragten 140 Mitschüler, was die von einer Spielfläche erwarten.
„Interessant war, dass ein Drittel der Befragten kaum etwas von der Jenfelder Au wusste“, erklärt Hannes Munk. Und: Nicht Spielekonsole und Computer waren den Schülern in ihrer Freizeit am wichtigsten, sondern Freunde treffen, sich unterhalten sowie Fußball und Basketball spielen. All das nahmen die fünf Gruppen in ihre Entwürfe auf. Es wurden Plakate vorbereitet und Modelle gebastelt, die jetzt präsentiert wurden. Viele gute Ideen kamen dabei heraus: Feste Grillplätze, ein Brunnen mit Sitzbänken, Bäume als Schattenspender und Spielangebot, Schaukeln, ein Schachfeld und natürlich Platz für Fußball und Basketball. Allen Gruppen ganz wichtig: Möglichst viele Mülleimer, damit der kleine Park sauber bleibt. Unterschiedliche Auffassungen gab es beim Thema Kiosk. „Ihr habt super gearbeitet“, lobt Hannes Munk. Er will die Ergebnisse nun für seine Abschlussarbeit auswerten.
Auch Andreas List, Tutor der 9a, ist hochzufrieden: „Alle haben das halbe Jahr durchgehalten, das Interesse am Projekt stieg sogar noch. Und auch der Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft wuchs.“
Bestenfalls sollen die Schüler später auf der Spielfläche der Jenfelder Au ihre Ideen wiedererkennen. Das könnte durchaus passieren. Denn das Planungsbüro befasst sich mit den Schülerplänen. Poster und Modelle sind noch vier Wochen in den Räumen der Ausstellung zu sehen.
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