Hamburg: Geht die Wahrheit baden?

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Mehr als 32.000 Gäste aus Rahlstedt und Großlohe besuchten 2013 das Freibad Fotos: rg

Mögliche Bad-Schließung: SPD sieht „Panikmache“, CDU bleibt skeptisch

Von Rainer Glitz
Hamburg. Die Freibadsaison ist nach einem durchschnittlichen Sommer beendet. Auch am Zaun des Freibades am Wiesenredder hängt ein entsprechendes Schild. „Wir danken Ihnen für Ihre Besuche und freuen uns auf die Freibadsaison 2015“, schreibt dort der Betreiber Bäderland. Bei mehreren CDU-Abgeordneten gibt es allerdings Zweifel, ob es dazu kommt. Sie befürchten eine Schließung des Freibades. Die CDU streue Gerüchte in Rahlstedt, so die beiden SPD- Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter und Ekkehard Wysocki. „Die Kampagne der CDU dient erkennbar der Panikmache und der Verunsicherung der Bürger“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Im April hatte die Bürgerschaft beschlossen, das Hamburger Bäderangebot zu sanieren und weiterzuentwickeln. Von Schließungen sei in dem Antrag überhaupt keine Rede, so Buschhüter und Wysocki. Im Gegenteil: Der Senat habe in der Bürgerschaft deutlich gemacht, dass Hamburgs Schwimmbäder weiter als attraktive Sport- und Freizeitstätten erhalten, saniert und technisch modernisiert werden müssen. Wie genau und mit welchem Konzept dies umgesetzt werden kann, soll ein Bericht klären, der Anfang 2015 vorliegen soll. Dem Beschluss habe nicht nur die SPD, sondern auch CDU, Grüne und FDP zugestimmt, erklärten die beiden Rahlstedter SPD-Abgeordneten.
Die CDU ist weiter skeptisch und befürchtet, dass die Fläche des Freibades letztendlich für den Wohnungsbau genutzt werden könnte. Die Antwort auf eine erste schriftliche Anfrage habe viele Antworten offen gelassen, sagte Karl-Heinz Warnholz. „Wir haben keine Panik verursacht, sondern wir wollen ehrliche, offene Informationen und wissen, wie es mit dem Freibad in Rahlstedt weitergehen wird“, so der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete. Mitarbeiter des Freibades durften laut Warnholz nicht mit Politikern reden, offenbar sei ein Sprechverbot erteilt worden. Die Besucherzahlen im Freibad Rahlstedt stiegen übrigens in letzter Zeit: Von rund 20.000 in 2012 auf mehr als 32.000 im vergangenen Jahr.
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Elke Noack aus Rahlstedt | 05.09.2014 | 14:35  
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