Hamburg: Hier nervt die Wandsbeker der Verkehr

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So könnte die umgestaltete August-Krogmann-Straße in Farmsen einmal aussehen - mit schräg angeordneten Bushaltestellen

SPD-Fraktion stellt Lösungsansätze zur Diskussion

Von Rainer Glitz
Hamburg. Was sind die wichtigsten Themen für die Zukunft? Vier öffentliche Veranstaltungen mit Bürgern im Rahmen des SPD-Projektes Wandsbek Impuls brachten eine klare Antwort: Ganz oben auf der Liste steht die Verkehrssituation. „Wandsbek ist durchschnitten von Einfallstraßen, die Anbindung an Bus und Bahn ist nicht überall gut, dazu kommen klassische Probleme an Kreuzungen und Knotenpunkten“, erklärte Lars Kocherscheid-Dahm, zuständiger Fachsprecher der SPD-Bezirksfraktion.  

Ideen der Bürger aufgegriffen

Mit Hilfe von Verkehrs- und Stadtentwicklungsexperten erarbeiteten die Sozialdemokraten einen Mobilitätsreport. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, aus den Ideen der Bürger konkrete Lösungsansätze für Verkehrsprobleme vor Ort zu entwickeln, die wir jetzt in die Diskussion einbringen können“, ergänzte Anja Quast, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksversammlung.
„Es ist kein fertiger Plan, sondern gedacht als Impuls für die Politik“, erklärte Julian Petrin, von der ebenfalls involvierten Internetplattform nextHamburg. „Wandsbek hat eine hohe Affinität zum Auto, die Infrastruktur ist stark belastet“, so die Analyse von Konrad Rothfuchs von der Agentur Argus. Er weist darauf hin, dass 52 Prozent aller Wege, die Wandsbeker im Schnitt zurücklegten, kürzer als fünf Kilometer seien. „Mehr mit dem Rad fahren würde da schon helfen“, so der Stadt- und Verkehrsplaner. Bald soll ein bezirkliches Konzept zum Radverkehr entwickelt werden.

Mobilitäts-Servicepunkte

Die mobile Zukunft liege laut Experten in „Mobilitäts-Servicepunkten“. Dort sollen U- und S-Bahn, Busse, Taxis, Leihfahrräder und Mietwagen ebenso angeboten werden wie Paketstationen und Supermärkte. Ein solcher „Switch-Punkt“ soll noch in diesem Jahr am Wandsbeker Markt, unter Beteiligung der Hochbahn, eingerichtet werden. Der Mobilitätsreport benennt weitere Verkehrsprobleme. Beispielsweise „hake es“ am Knotenpunkt U-Bahn Farmsen, sagt Lars Kocherscheid-Dahm. „Dort gibt es ein immenses Verkehrsaufkommen und massive Probleme.“ Etwa, wenn Busfahrgäste beim Aussteigen direkt auf die Radwege geraten. Abhilfe könnten neuartige, schräg angeordnete Bushaltestellen und eine Fahrradspur auf der Straße schaffen. Auch für die Kreuzung Alter Zollweg/Berner Straße in Oldenfelde gibt es einen Verbesserungs-Vorschlag. Eine Art Sprunginsel für Autofahrer könnte dort das Linksabbiegen erleichtern.
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