Hamburg: Im „Orient“ vor Ort

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Ali Rohani, Pfleger sei über 20 Jahren bei Pflegen und Wohnen, Heimleitung Witold Lesner und die Pflegerinnen Pajman Rezaie und Feride Karakutuk freuen sich über die Akzeptanz der neuen Abteilung Orient bei den Bewohnern Foto: Grell

Neu: Wohnbereich für Senioren mit Migrationshintergrund

Von Karen Grell
Wandsbek Das Haus Pflegen und Wohnen am Husarendenkmal in Wandsbek startet jetzt mit einem einzigartigen Projekt in Hamburg: 26 Zimmer für Menschen mit Migrationshintergrund wurden eingerichtet. Der interkulturelle Wohnbereich „Orient“ spricht Menschen mit islamischem Glauben an. Neben der Betreuung durch Personal, das die entsprechenden Sprachen spricht, werden hier auch die religiösen Feierlichkeiten und spirituellen Bedürfnisse beachtet.
„Wir haben einen Gebetsraum eingerichtet und zweisprachige Beschilderung in der gesamten Abteilung aufgehängt“, erklärt Ali Rohani, einer der Pfleger, das neuartige Konzept. Auch beim Essen, der Einrichtung der Zimmer und der Dekoration hat man an die Kultur der Bewohner gedacht. Schöne bunte Lampen in den Gängen, goldene Stoffgardinen im Gebetsraum und Fernsehsender aus den Herkunftsländern machen deutlich, dass hier eine eigene kleine Welt für die Senioren und Pflegebedürftigen erschaffen wurde.
Sozialbetreuerin Sabine Celik freut sich zusammen mit den Mitarbeitern der neuen Abteilung über die große Akzeptanz im gesamten Haus. Es gäbe Feste, die gemeinsam gefeiert werden, aber auch Traditionen, wie das tägliche Beten, die nur in diesem neuen Zweig bei Pflegen und Wohnen in Wandsbek abgehalten werden. „Die große Nachfrage hat uns davon überzeugt“, sagt Witold Lesner, Leiter am Husarendenkmal, „daher haben wir dieses Pilotprojekt wagen können“. Im Großen und Ganzen unterscheide sich die Pflege aber bis auf die Wahrnehmung der individuellen Bedürfnisse der Menschen aufgrund ihres Migrationshintergrundes, nicht von der aller anderen Bewohner. Es gäbe ein paar mehr Familienmitglieder hier, die ihre Angehörigen besuchen, ansonsten sei es ein geordneter Alltag mit vielen Aktivitäten, wie er hier in der Institution üblich sei. Der Bereich interkulturelles Wohnen steht noch ganz am Anfang und alle, die sich näher informieren möchten könnten das anstehende Sommerfest zum Kennenlernen nutzen.

Pflegen und Wohnen, Am Husarendenkmal 16, Claudia Schereik, Tel.: 2022-4725
Sommerfest am Sonnabend, 23. August, 14 bis 17 Uhr, Eintritt frei
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