Hamburg: Kopf und Spielfeld barrierefrei

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Die Preisträger der ersten Auszeichnung als Wegbereiter der Inklusion stellten sich nach der Festveranstaltung gemeinsam mit den Laudatoren zum Gruppenfoto auf

Vereine und Projekte erhielten erstmalig Auszeichnung für vorbildliche Inklusion im Sport

Von Mathias Sichting
Hamburg. Die Premiere der Verleihung der Auszeichnung „Wegbereiter der Inklusion“ für den Bereich Sport war ein voller Erfolg. Über 350 Gäste kamen am vergangenen Mittwoch in den großen Festsaal des Hamburger Rathauses. Sozialsenator Detlef Scheele hatte zum Empfang geladen und begrüßte die anwesenden Sportgruppen und –vereine. „Häufig sind es kleine Initiativen ohne Öffentlichkeit, die Großes für den Sport in Hamburg leisten.

„Wir möchten Barrieren in den Köpfen der Menschen wegräumen.“
Ingrid Körner Senatskoordinatorin


Mit dieser Auszeichnung wollen wir das ändern und dieses Engagement der Öffentlichkeit vorstellen. Das Thema Inklusion spielt in Hamburg eine immer größere Rolle. Über 500.000 Menschen sind in Vereinen organisiert. Da fallen Begegnungen zwischen behinderten und nichtbehinderten Sportlern, die für die Inklusion wichtig sind, automatisch an“, so Scheele. Durch die bei dem Empfang erzeugte Aufmerksamkeit, auch zwischen den einzelnen Initiativen und Vereinen, sollen Nachahmer gefunden und Anregungen gegeben werden.

„Wir möchten Barrieren in den Köpfen der Menschen wegräumen. Inklusion ist noch nicht so präsent in der Gesellschaft und wird oft mit Integration verwechselt. Man sollte alle Gelegenheiten nutzen, um sich mit Menschen mit Behinderung zu treffen“, forderte die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner. „Im Sport wurde Inklusion schon gelebt, als es den Begriff noch gar nicht gab.“ Offizielle Auszeichnungen für Wegbereiter aus den Bereichen Kultur, Gesundheit und Wohnen sollen laut Körner folgen.

Insgesamt zwölf Sportgruppen hatten sich für die erstmalige Vergabe der Auszeichnung als Wegbereiter der Inklusion beworben. Die Laudatoren Detlef Scheele, Klaus Becker und Dorothee Vieth verliehen den Preis unter anderen an das Projekt Freiwurf Hamburg, bei dem sich unter anderem auch der Altrahlstedter Männerturnverein (AMTV) engagiert. Der anerkennende Applaus der 350 Besucher begleitete die jeweiligen Wegbereiter auf die Bühne. Eine fachkundige Jury hatte das Engagement der Vereine und Projekte, die sich in besonderer Weise für sportliche Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzen, bewertet. „Leider konnten wir nicht alle Bewerber auszeichnen, verdient hätten sie es allemal“, sagte Senator Scheele.

Bewerber:
• SV Nettelnburg/Allermöhe
• Das Rauhe Haus
• Der Hamburger und
Germania Ruder Club e.V.
• FußballFREUNDE im
Harburger Turnerbund
von 1865 e.V.
• Die Hockies /Der
Club an der Alster
• Eimsbütteler TV,
Judo Abteilung
• Tandemclub Weiße
Speiche Hamburg e.V.
• Special Olympics in
Deutschland Hamburg e.V.
• Phoenix Sport e.V.
• Initiative Freiwurf
• SV Eidelstedt
• Eimsbütteler
Turnverband e.V.
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