Hamburg: „Schließung des Zentrums nötig“

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Der Eingangsbereich zum Sozialen Dienstleistungszentrum in Bramfeld Foto: rg
 
Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff stand dem WochenBlatt Rede und Antwort Foto: wb

Bezirksamtsleiter Ritzenhoff über Umzug des SDZ und weitere Projekte

Hamburg. Wohin geht es mit Bramfeld und Steilshoop im neuen Jahr? Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff stand dem WochenBlatt zu einigen spannenden Themen Rede und Antwort.

Soziales Dienstleistungszentrum

Viele Bramfelder bewegt die Schließung des sozialen Dienstleistungszentrums im Kundenzentrum Herthastraße. Thomas Ritzenhoff erläutert: „Die Kündigung der Räume des ASD an der Bramfelder Chaussee 324 ist bereits vollzogen und die Umzugsplanung weit vorangeschritten“, Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), der bisher in dem Eckgebäude zur Berner Chaussee untergebracht war, wird in die Büros des Sozialen Dienstleistungszentrums in die Herthastraße ziehen. Das Soziale Dienstleistungszentrum wird, wie angekündigt, ins das Soziale Dienstleistungszentrum Wandsbek Kern (Wandsbeker Alle 73) integriert.
Angesprochen auf die Kritik an der Schließung erläutert Ritzenhoff: „Die Bürger, die Grundsicherung beziehen, müssen verhältnismäßig selten für persönliche Vorsprachen das Dienstleistungszentrum aufsuchen. Bestimmte Leistungen nach dem SGB XII werden schon lange nur im Kerngebiet angeboten. Bei dem geringen Kundenaufkommen im Kundenzentrum in der Herthastraße ist es nicht verantwortlich, den Standort zu halten“, so der Bezirksamtsleiter. In Wandsbek würden die Mitarbeiter aus Bramfeld übernommen, keine Stelle gestrichen. Die Einsparung bezieht sich laut Ritzenhoff allein auf die Immobilie an der Bramfelder Chaussee. Deren Mietkosten belasten den Bezirk dann nicht mehr.

Kulturinsel

Zum Thema Kulturinsel meint Ritzenhoff: „Wir alle wollen, dass sie kommt.“ Gespräche sollen geführt werden, vor allem mit den Pächtern des derzeit zentralen Grundstücks des ABC Autohandels. „Wichtig ist, dass man vernünftig mit allen Beteiligten umgeht.“ Eine Prognose, wann es zu einer Lösung oder gar dem ersten Spatenstich kommt, könne er derzeit nicht abgeben. Es müssten erst planungsrechtliche Voraussetzungen geschaffen werden. Das Grundstück mit dem „Försterhäuschen“ als Gemeindefläche auszuweisen sei der erste Schritt.

Stadtbahn


Zurückhaltend mit Prognosen zeigt sich Thomas Ritzenhoff beim Thema Stadtbahn. „Ich bin ein Fan der Stadtbahn“, gibt der Bezirksamtsleiter zu, „aber es könnte am Ende des Tages so sein, dass die ersten Gleise nicht durch Bramfeld oder Steilshoop laufen“. Ritzenhoff ist der Ansicht, dass dieses Thema auch eher ein landespolitisches sei. Er befürworte aber auf jeden Fall einen Spatenstich, egal wo in der Stadt. Ginge es nach ihm, „würde ich sagen: Fangt an zu buddeln“. Fakt ist: Sowohl Bürgermeister Scholz als auch Hochbahn-Chef Günter Elste haben signalisiert, dass sie langfristig auf den Ausbau der U-Bahn setzen (siehe Seite 4).

Hegholt-Siedlung

Viele Anwohner der Hegholt-Siedlung fürchten die Nachverdichtung vor ihrer Haustür. Bezirksamtsleiter Ritzenhoff dazu: „Wir sind da völlig neutral und es ist auch nicht unsere Entscheidung.“ Dass das Bezirksamt das Gutachten über Nachverdichtungspotenzial in Auftrag gegeben habe, sei korrekt. Dennoch obliege es allein den Eigentümern, in diesem Fall der Saga GWG, ob sie bauen oder nicht.

Campus Steilshoop

Spannend wird es im nächsten Jahr rund um den Campus Steilshoop. Von zwölf Alternativen wurden vor kurzem drei Architekturentwürfe ausgewählt. Insgesamt werden von der Stadt 35 Millionen Euro investiert. Ritzenhoff optimistisch: „Der Campus Steilshoop wird als neues Quartierszentrum die Lebensbedingungen in Steilshoop verbessern. Hierzu gehören die Sicherstellung eines attraktiven Schulangebotes und die langfristige Sicherung der Bildungs- und Beratungsangebote. Ich freue mich über die Bereicherung des Stadtteillebens und bin sicher, dass die ansprechende Gestaltung gelingen wird.“ (ts)
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