Hamburg: Wasser für die Berner Au

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Die Karte zeigt alle neuen Überschwemmungsgebiete

Achtung, Grundstücksbesitzer: Neue Überschwemmungsgebiete festgelegt

Von Rainer Glitz
Bezirk Wandsbek Nicht nur Sturmfluten bedrohen regelmäßig in Hamburg die tiefliegenden Stadtteile an der Elbe. Auch langanhaltender Regen oder heftige Gewitter mit Starkregen sorgen immer wieder für Überflutungen, in dem Fall der Binnengewässer wie der Alster und ihren Zuflüssen. Um Schäden für Mensch und Tier, Immobilien und Landschaft zu mindern, ist die Stadt vom Bund verpflichtet worden, sogenannte Überschwemmungsgebiete festzusetzen. Sechs davon gibt es seit den 1960er Jahren, u.a. am Lauf der Wandse. Elf neue kommen jetzt dazu, darunter sind auch die Berner Au und die Osterbek.
„Überschwemmungsgebiet sind natürliche Rückhalteflächen, die das Wasser zwischenspeichern und Hochwasserstände senken helfen“, erklärte Hamburgs Umweltsenatorin Jutta Blankau. Die rechtliche Sicherung dieser Gebiete sei ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz. Statistisch gesehen werden sie nur alle 100 Jahre überschwemmt. „Solche Hochwasser können natürlich aber auch öfter vorkommen“, so Volker Dumann, Sprecher der Umweltbehörde. Abgesperrt würden die insgesamt 17 Gebiete nicht, sie würden aber immer wieder nass. Es gelten besondere Regeln: Vermieden werden soll eine Veränderung der Oberfläche und die Lagerung von  Gegenständen, die vom Wasser mitgerissen werden könnten. Komplett verboten ist die Lagerung wassergefährdender Stoffe.

Bis August äußern

Insgesamt 11,7 Quadratkilometer sind künftig Überschwemmungsgebiet, das sind 1,5 Prozent der Hamburger Landesfläche. Alle drei Jahre werden die Gebiete überprüft, ihre Auswirkungen werden auch bei der Stadtplanung berücksichtigt. In Wandsbek betroffen ist der Lauf der Berner Au von Volksdorf über Sasel und Farmsen-Berne bis zur Mündung in die Wandse in Tonndorf.
Für die in Farmsen-Berne entspringende Osterbek ist der Lauf bis kurz hinter der Habichtstraße als Überschwemmungsgebiet vorgesehen. Für alle Gebiete gibt es genaue Karten, die bis Ende Juli in der Umweltbehörde und im Bezirks-
amt Wandsbek ausliegen.
Zusammen mit weiterführenden Informationen sind die Karten auch im Internet unter www.hamburg.de/ueberschwemmungsgebiete zu finden. Bis zum 14. August haben die Bürger die Möglichkeit, sich zu den Überschwemmungsgebieten zu äußern. Danach setzt sie der Senat per Rechtsverordnung fest.
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