Hamburger Helferinnen hoffen auf Hilfe

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Beim Verein Allerleirauh beraten ausschließlich Frauen. Wer möchte kann hier auch anonym bleiben Foto: Grell

„Allerleirauh“-Beraterinnen brauchen für ihre Arbeit dringend neue Räume im Großraum Wandsbek

Eilbek Die Beratungsstelle „Allerleirauh“, die sich um Mädchen und junge Frauen kümmert, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind, sucht dringend neue Räume. Der Platz an der Menckesallee, dem bisherigen Standort, ist zu klein geworden und „gerade für die präventiven Veranstaltungen für Schulklassen bräuchten wir dringend einen großen Gruppenraum“, betont Petra Wiethöfer vom Verein.

Räume in Wandsbek

Allerleirauh möchte allerdings auch nach einem Umzug gern im Großraum Wandsbek bleiben. „Wir haben unser Suchgebiet jetzt noch auf Billbrook und den Süden von Barmbek ausgeweitet“, so Weithöfer, denn es sei zurzeit nicht leicht in Hamburg ein passendes Objekt für die Arbeit der Beratungsstelle zu finden. „Optimal wären so zwischen 180 und 230 Quadratmeter Fläche“, meinen die Mitarbeiterinnen des Teams, das sich jetzt auf 140 Quadratmetern teilweise zu dritt ein Büro teilen muss. Zwar sei der Flur im Eingangsbereich schön groß, aber die Wichtigkeit liege auf jeden Fall bei dem Gruppenraum für die Veranstaltungen und der Anzahl der weiteren Räume. Realistisch wären da neun Zimmer, um wirklich für jede Mitarbeiterin genug Platz zum Arbeiten zu haben.

Anbindung an U- und S-Bahn

Ganz wichtig sei auch die Anbindung an eine U- oder S-Bahnstation, betonen die Mitarbeiterinnen. Die Distanz zur Station dürfe nicht mehr als 500 Meter betragen, damit die Frauen gut zur Beratung kommen könnten. „Es wäre auch toll, wenn das Gebäude wenigstens zum Teil Barriere frei ist“. Das Team von acht Mitarbeiterinnen bei Allerleirauh sucht bereits seit knapp zwei Jahren. „Als wir vor 20 Jahren hier diese Räume in der Menckesallee fanden, waren die zu diesem Zeitpunkt perfekt“, erinnert sich Petra Wiethöfer, die schon von Beginn an dabei ist. Die Anforderungen seien jetzt gestiegen und auch das erweiterte Angebot mache mehr Raum notwendig. Der Verein hofft nun auf Mithilfe aus dem Stadtteil, um endlich nach zwei Jahrzehnten mal einen neuen Standort beziehen zu können. Das Budget dürfe allerdings 2700 Euro Gesamtkosten nicht überschreiten. „Wir hoffen darauf, dass wir von irgendjemandem einen Tipp bekommen“, so Petra Wiethöfer, die gern schon bald die Klientinnen in den neuen Räumen beraten würde. Das Thema sexuelle Gewalt ist, nach ihren Angaben heute noch genauso aktuell, wie vor 30 Jahre, nur stehe es jetzt mehr in der Öffentlichkeit und sei kein Tabu-Thema mehr. (kg)

Kontakt und weitere Infos: Allerleirauh, Menckesallee 13, Telefon 29 83 44 83, E-Mail: info@allerleirauh.de
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