Hamburger Lebensretter brauchen Platz

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Hier möchte die DLRG Wandsbek eine Blockhütte für Seminare aufstellen. Bernhard Hänel, Christian Malicke und Bernd Riechert (v.l.) hoffen auf das Bezirksamt Foto: Hanke
Hamburg: Moorgrund 15 |

Hoffen auf das Bezirksamt Wandsbek für ein DLRG-Grundstück

Von Christian Hanke
Wandsbek
Die Deutsche Lebens-Rettungs Gesellschaft (DLRG) rettet Leben, wie der Name schon sagt. Also eine sehr wichtige Tätigkeit. Wichtige Voraussetzungen dafür aber werden ihnen in Hamburg immer wieder versagt oder müssen mühsam erkämpft werden. So zum Beispiel Standorte, an denen Boote gelagert oder auch nur Treffpunkte eingerichtet werden könnten. Oder ein Seminarraum, den die DLRG Wandsbek dringend braucht. Dafür haben die Lebensretter jetzt ein passendes Grundstück gefunden: am Moorgrund, Höhe Nr.15-17, eine 550 Quadratmeter große Rasenfläche an einem Fußweg in der Verwaltung des Bezirksamtes Wandsbek. Hier möchte die DLRG auf einer Fläche von 60 bis 80 Quadratmetern eine Blockhütte zur Abhaltung von Seminaren aufstellen und einen Carport einrichten, um im Winter die zwei Boote der DLRG Wandsbek unterzubringen.

Anwohner legt Einspruch ein

„Die stehen jetzt auf der Straße“, erzählt Bernhard Hänel, der erste Vorsitzende der DLRG Wandsbek. „Die Blockhütte passt hier prima hin und stört niemanden“, findet Hänel. Zumal sich die Lebensretter und ihr Nachwuchs, dem hier Lebensrettung vermittelt werden soll, nur zwei- oder dreimal im Monat dort treffen würden. Laut würde es dabei nicht zugehen. Da sind sich die DLRG-Oberen einig. Das aber vermutet ein Nachbar, dessen Haus direkt an die besagte Rasenfläche grenzt. Er hat deshalb Einspruch gegen einen Bauvorantrag der Lebensretter eingelegt, gegen den wiederum die DLRG Wandsbek Widerspruch erhoben hat.

Bezirksamt muss entscheiden

Das Bezirksamt muss nun entscheiden, muss sich dabei an einen Paragrafen des Baugesetzbuches (§ 34) halten, der besagt, dass sich ein Vorhaben, wie es die DLRG plant, „nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung“ einfügen muss. Außerdem gilt: „Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben, das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden.“ Das Bezirksamt muss sich auch mit der Größe des Tagesraums, Teilnehmerzahl, Uhrzeit und Frequenz der Nutzung beschäftigen. Die DLRG sieht kein Problem, ist traurig über den Verlauf der Angelegenheit. „Im Rathaus wurden wir gerade geehrt, aber einen Raum zum Üben bekommen wir nicht. Das passt nicht zueinander“, ärgert sich Bernd Riechelt, der zweite Vorsitzende der DLRG Wandsbek. Das Bezirksamt hatte zwar auch andere Flächen angeboten, doch die passten aus verschiedenen Gründen nicht. Wann das Bezirksamt eine Entscheidung trifft, ist noch unklar. Solange müssen sich die Wandsbeker Lebensretter in der Bramfelder Chaussee 1 treffen – im Büro des Vorsitzenden. (ch)

Info

Die DLRG existiert in Hamburg seit 1925. Der Landesverband hat seinen Sitz am Albert-Schweizer Ring in Wandsbek. Sieben Bezirke gibt es in Hamburg – neben dem Bezirk Wandsbek e.V. noch Altona, Alster, Bergedorf, Harburg und Feuerwehr sowie den Bezirk Oberelbe mit Geesthacht und Lauenburg. Die DLRG Wandsbek ist mit zwei Rettungsbooten auf der Alster vertreten. Weitere Infos: DLRG Wandsbek
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1 Kommentar
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Walter Ewers aus Horn | 01.03.2017 | 21:24  
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