Hamburger Minigolf-Club lädt Flüchtlinge ein

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Jugendliche Gäste mit HMC-Vorstand Dietmar Tinney (r.) Foto: tel

Jugendliche aus Iran, Irak, Syrien und Afghanistan spielen eine kostenlose Runde

Oldenfelde Mit dem Wetter konnte Hamburg nicht punkten, mit der Gastfreundschaft allemal: Letzten Dienstag stürmten elf junge Flüchtlinge und ihre Betreuer aus München die Anlage des Hamburger Minigolf-Clubs (HMC) im Greifenberger Park. Die Jugendlichen aus dem Iran, Irak, Syrien und Afghanistan, die in der Bayerischen Landeshauptstadt in einer teilbetreuten Einrichtung von „Condrobs e.V.“ wohnen, weilten zum einwöchigen Ferienaufenthalt in der Hansestadt. Betreuerin Katalina Kossak (32) entdeckte den HMC im Internet. „Ich habe dem Club dann eine Mail geschickt und gleich so eine freundliche Antwort erhalten“, berichtete Kossak dem Wochenblatt. Die Antwort bestand aus einer Einladung zu einer kostenlosen Runde Minigolf durch den HMC-Vorsitzenden Dietmar Tinney (65). Besseres Wetter konnte er in der Kürze der Zeit nicht mehr bestellen. Immerhin reichte es für einen trockenen 18-Bahnen-Durchgang. Und die HMC-Verantwortlichen legten sich mächtig ins Zeug: Für die besten Spieler wurden Pokale und kleine Aufmerksamkeiten sowie Grillwürstchen spendiert. „Ich habe gleich gespürt, dass wir hier richtig sind“, war Katalina ganz entzückt von der Gastfreundschaft des HMC. Kein Wunder, fühlt man sich beim Club doch der Sponsorin Aydan Özuguz (Migrationsbeauftragte der Bundesregierung) verpflichtet. Zum weiteren Programm der Gäste gehörte eine Stadtrundfahrt, ein Kinoabend, sowie Besuche des Miniatur-Wunderlands und des Fischmarkts. Was das Wetter betraf, konnte Katalina die Hamburger trösten: „Bei uns in München hat es diesen Sommer auch viel geregnet.“ (tel)
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