Hamburger Schüler pauken Chinesisch

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Leon und Mariam haben Spaß an der Sprache. Sie gehören später zu den wenigen Schülern in Hamburg, die Chinesisch sprechen können

Am Gymnasium Marienthal ist Chinesisch dritte Fremdsprache. 100 Schüler haben Kurs gewählt

Von Karen Grell
Hamburger. Chinesisch lernen und das auch noch freiwillig? Die Schüler am Gymnasium Marienthal haben Spaß daran. Von 10.000 Zeichen müssen sie immerhin 314 elernen. Moritz findet das ebenso wie die Kultur sehr spannend. „Wir erfahren richtig viel über die chinesische Kultur, das Essen dort und das Leben der Menschen“, erzählt Moritz, der seit zwei Jahren dabei ist. Lehrerin Chen Yang ist extra aus China eingeflogen worden, um den Kindern hier die Sprache beizubringen. Die Nachfrage ist groß. Zirka 100 Schüler lernen die asiatische Sprache zurzeit. „Es kommen sogar Schüler von anderen Schulen an unser Gymnasium“, berichtet der stellvertretende Schulleiter Philipp Scholz.
Chinesisch kann von Klasse sechs bis zwölf als dritte Fremdsprache neben Latein oder Französisch gewählt werden. „Chinesisch ist mal was anderes, das lernt nicht jeder“, findet Leon aus der 6a. Wer Lust hat, kann sogar sein Abitur in der asiatischen Sprache ablegen. Da Hamburgs Partnerstadt in China Shanghai heißt, haben die Marienthaler auch schon eine Reise ins ferne China unternommen. Wer sich bereits mit seinem letzten Zeugnis für ein Praktikum oder eine Ausbildung beworben hatte, konnte erfahren, dass „Chinesisch alle beeindruckt hat“, weiß Tom, der die Bedeutung Chinas auf dem Weltmarkt kennt. „Mit Chinesisch können wir nach dem Abitur viel anfangen.“

In der Liste der meistgesprochenen Sprachen der Welt liegt Chinesisch an Platz zwei. Weltweit sprechen 1,1 Milliarden Menschen chinesisch, davon sind 982 Millionen Muttersprachler. Einer der Zweige der chinesischen Sprachfamilie ist Mandarin, die offizielle Sprache der Volksrepublik China. Rund 845 Millionen Menschen sprechen dieses sogenannte Hochchinesisch (wb)
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