Hamburger Schule engagiert sich

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Der Oldenfelder Interact Club mit der Gründungsurkunde Foto: rg

Oldenfelder Gymnasiasten gründen „Interact Club“. Sie gehören zum Nachwuchs der weltweit tätigen Wohltätigkeitsorganisation Rotary Club

Von Rainer Glitz
Oldenfelde
„Soziales Engagement gibt es an unserer Schule schon lange, aber jetzt haben wir eine Struktur und einen Rahmen gefunden, alle Projekte zusammenzuführen“, begrüßte Schulleiter Henning Sievers die Gäste in der Mensa des Gymnasiums Oldenfelde. Es gehe auch um Wertschätzung für den ehrenamtlichen Einsatz. „Und darüber könnt Ihr auch in Eurem Lebenslauf berichten“, sagte Sievers an die Schüler gewandt. Eine Kleidersammlung für Flüchtlinge, der jährliche „Soziale Tag“, eine Lebensmittelsammlung für die Hamburger Tafel, die Schulsanitäter, die Medienscouts, die Streitschlichter oder die Lesepaten für die fünften Klassen: Die Liste der sozialen Projekte ist lang. Bislang hatte die Sozial-AG die Federführung, doch die engagierten rund 70 Gymnasiasten wollten noch Größeres bewirken.

„Wir wollen dienen“

Und so entstand die Idee, sich dem Rotary Club anzuschließen. Die Wohltätigkeitsorganisation hat weltweit 1,2 Millionen Mitglieder in 35.000 örtlichen Clubs. 1962 wurde der erste Interact Club als Nachwuchsorganisation gegründet, nur drei gab es im Norden. Nun ist es einer mehr. „Wir wollen dienen und die Welt etwas besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben“, erläuterte Frank Sonntag, Chef der 75 Rotary Clubs im Norden, die Idee seiner Organisation. Die Jugend sei leider noch etwas unterrepräsentiert, umso größer die Freude über den Neuzugang aus Oldenfelde. Sommer überreichte feierlich die Urkunde an die Gymnasiasten. „Ihr seid jetzt Teil einer großen Familie, und man kann viel bewirken“, so Marc Föcking, als Rotarier aktiv in Blankenese, wohnhaft aber in Rahlstedt. Er bleibe Pate für den neuen Interact Club und biete seine Unterstützung bei Projekten an: „Wir haben auch ein kleines Budget für Euch“, ergänzte Föcking. Aber auch in Sachen Spenden sammeln und Sponsoren finden könne das Team aus Oldenfelde stets anfragen.

Für Schüler ab 9. Klasse

Der Interact Club wendet sich an Schüler ab der 9. Klasse. Und die sollen künftig nicht nur vom Gymnasium Oldenfelde kommen, so die Präsidentin Leah Zufall. Die 17-Jährige plant derzeit ein Benefizkonzert in der Mensa: „Die Einnahmen aus Eintritt und Verkauf von Getränken und Essen sollen an die Polio-Stiftung gehen“. Einen Sponsor für Ton und Licht gibt es bereits, die Bands sollen nur Anfahrt und Übernachtung bezahlt bekommen. Bis zu 1.000 Besucher fasst die Mensa, als Termin ist Mitte Mai geplant.
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