Hamburgs beste Geschichten

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Siegerin Lea Ludewig (2.v.re.) mit ihren Beraterinnen Maja Juliane Kalk und Jasmin Pauloweit (v.l.) sowie Lehrerin Marie Reuß Foto: kg
 
Zwei Nachwuchs-Schriftsteller bei der Preisverleihung Foto: Grell

Rahlstedter und Jenfelder Jugendliche gewinnen beim Schreibwettbewerb

Von Karen Grell
Rahlstedt/Jenfeld
„Aufgetaucht“ lautete der Titel für das Hamburger Projekt „KLASSEnSÄTZE“, bei dem Schüler sich auf die Suche nach den passenden Worten für ihre ganz eigene Geschichte machen konnten. Zum dritten Mal nahmen 38 Schulen mit über 200 Klassen an diesem Wettbewerb für literarisch begabte Schüler teil. Die fünf stolzen Sieger – darunter Schüler aus Rahlstedt und Jenfeld wurden feierlich im Ernst-Deutsch-Theater von Ties Rabe, dem Senator für Schule und Berufsbildung, mit Urkunden und ganz besonderen Kugelschreibern ausgezeichnet.

5.500 Teilnehmer

Einreichen konnten die Schüler ab Klasse vier Prosa, Lyrik und Reportagen. Erstmals waren auch die Spracheinsteiger der Internationalen Vorbereitungs (IVK)-Klassen in Hamburg dabei. Mehr als 5.500 Schülern nahmen diesmal am Wettbewerb teil. 55 Texte und 38 Spracheinsteiger-Texte schafften es in die Endrunde und sorgten für spannende Diskussionen bei der Jury. Eine der Siegerinnen kam an diesem Tag von der Otto-Hahn Gemeinschaftsschule in Jenfeld. Lea Ludewig (13) erfand eine spannende Geschichte über eine Entführung. Alles begann mit einer E-Mail und einem geheimnisvollen Treffen. Unterstützt haben sie beim Schreiben und Nachdenken ihre Klassenkameradinnen Julian Kalk und Jasmin Pauloweit. Zur großen Preisverleihung ist auch die Deutschlehrerin Marie Reuß gekommen, die mit ihren Schülern zum ersten Mal beim Schreibwettbewerb mitgemacht hat. Die meisten jungen Schreiber aus ihren Klassen hätten vor allem über Entführungen oder verlorengegangene Freunde geschrieben, die dann irgendwann wieder aufgetaucht seien.

Thema Flucht und Zeitmaschine

Zwei der IVK-Klassen vom Gymnasium Rahlstedt konnten sich ebenfalls zu den Siegern zählen. Mit Erzählungen zum Thema Flucht, Ankommen, einer Zeitmaschine und die Sehnsucht nach der alten Heimat, haben diese Schüler sehr beeindruckende Texte abgeliefert. Als Gast war auch der vielfach preisgekrönte junge Autor Finn-Ole Heinrich angereist. Die Siegertexte wurden vom Schauspieler Julian Greis gelesen. Der Schreibwettbewerb wurde wieder von der Behörde für Schule und Berufsbildung mit Hilfe des Vereins Seiteneinsteiger durchgeführt. Förderer ist die Guntram und Irene Rinke Stiftung. Die Idee zu den Klassensätzen ist nicht zuletzt darauf begründet, dass Hamburg die deutsche Hauptstadt der Kinder- und Jugendliteratur ist. Der Schreibwettbewerb ist Teil des Unterrichts, um eine Beteiligung aller Schüler zu fördern.

Schulsenator ist stolz auf Hamburger Talente

Die Schüler setzten sich dabei mit verschiedenen Schreibtechniken auseinander und erörtern und bewerten ihre Texte gegenseitig. „Ich habe früher auch ganz viel geschrieben“, verrät Ties Rabe, der einmal als Redakteur tätig war. Er sei besonders stolz darauf, so viele Talente in seiner Stadt zu haben und ermutigte die jungen Schriftsteller weiter zu schreiben. Schriftsteller Finn-Olé Heinrich, der extra zur Preisverleihung aus Frankreich angereist war, behauptete: „Alles, was sich jemand ausdenkt ist eine Geschichte, egal, ob sie wirklich passiert ist oder nicht. Es muss nur immer jemanden geben, der sie glaubt“. (kg)

Die Hamburg-Sieger im Überblick

- „Jeffry und sein größtes Abenteuer“ von Kaan Krog und Sasa
Möller, Max-Träger-Grundschule, 4. Klasse,
- „Trauer“ von Marta Baches, Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium, 5a
- „Phase 1: Die Verleugnung“ von Henrike Höfs, Gymnasium Meiendorf, 8d
- „Leben“ von Anton Georgi Rösler, Stadtteilschule Blankenese, 11. Klasse
- SprachEinsteiger-Sonderpreis der Rinke-Stiftung: Alesar Issa, Gymnasium Rahlstedt, IVK 7/8


Weitere Infos: Hamburger Schreibwettbewerb Klassensätze
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