Hamburgs Grünen-Chef auf Sommertour

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Die enge, steile Abfahrt am S-Bahnhof Friedrichsberg Foto: Glitz

Anjes Tjarks radelt entlang der Wandse und erkundet Wandsbek

Von Rainer Glitz
Wandsbek
Natürlich auf dem Fahrrad stößt Anjes Tjarks, Fraktionschef der Grünen in der Bürgerschaft, zu seinen Wandsbeker Bezirkskollegen. Vom S-Bahnhof Friedrichsberg geht es an der Wandse entlang in Richtung Mühlenteich. Und hier kommt die Radlergruppe gleich an einen neuralgischen Punkt: Die steile, schmale Abfahrt unter die Brücke trauen sich nur wenige zu. „Für Kinderwagen ist das hier gar nicht zu bewältigen. Dabei ist es der einzige Übergang von Eilbek nach Wandsbek abseits der großen Kreuzungen“, erklärt der grüne Bürgerschaftsabgeordnete Olaf Duge. Und der nahe gelegene Spielplatz sei etwas traurig, meint der Wandsbeker. „Die Bürgerschaft soll Mittel für Spielplätze geben“, antwortet sein Fraktionschef Tjarks. 380.000 Euro für die Sanierung des Wandsegrünzuges hat das Parlament bereits bewilligt. Im Park am Mühlenteich habe sich die Aufenthaltsqualität bereits verbessert, erkennt Tjarks an: „Das ist von großem Wert, wenn im Stadtteil nachverdichtet wird“. Genau das geschieht gerade im Brauhausviertel mit zahlreichen Neubauten. Nächste Station ist die Flüchtlingsunterkunft in der Litzowstraße. Hier laufe die ehrenamtliche Arbeit mit
45 Freiwilligen sehr gut, erfahren die Grünen.

Im Elfsaal fehlen Ehrenamtliche


Anders sei dies in der neuen Unterkunft im Elfsaal in Jenfeld. Dort fehlen Ehrenamtliche für soziale Angebote, vor allem für Kinder. „Und im Kerngebiet fehlt ein Ort der interkulturellen Begegnung“, sagt Alexander Weil von Welcome to Wandsbek. „Sie sollten schnell Ideen sammeln“, schlägt Anjes Tjarks vor und verweist auf den Integrationsfonds des Senates. Die Mittel von insgesamt 10 Millionen Euro stünden jedoch nicht ewig zur Verfügung.

Vielfach noch ein Geheimtipp


„Der Wandsewanderweg wird bereits viel genutzt, es könnte aber noch mehr gemacht werden“, so der Bezirksabgeordnete Oliver Schweim auf dem Weg zum Botanischen Sondergarten. Der feiert gerade 90. Geburtstag. „Viele fahren hier ständig vorbei, kennen den Garten aber gar nicht“, erklärt der Leiter Helge Masch. Das geht auch Tjarks so, der übrigens in Jenfeld aufgewachsen ist. Auf 1,5 Hektar Fläche werden einheimische und exotische Pflanzen gezeigt. Besucher erfahren aber auch, wie man Obstbäume veredelt oder Pflanzen selbst heranzieht. „Seit 25 Jahren benutzen wir kein Gift mehr bei der Unkrautbekämpfung“, erläutert Masch. Das kommt natürlich gut an bei den Grünen. „Wandsbek ist ein schöner Flecken in Hamburg“, lautet das Fazit von Anjes Tjarks.
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1 Kommentar
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Bettina Jahnke aus Eilbek | 15.09.2016 | 12:30  
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