Hamburgs Olympia-Disziplin: Abstimmen!

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Eine Aktion der Olympia-Befürworter Foto: Olympia

1,3 Millionen Hamburger werden um ihre Meinung zur Bewerbung 2024 gefragt. Ein Überblick über Pro und Kontra

Hamburg. Soll sich Deutschland mit Hamburg für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 bewerben? Nichts anderes als eine nationale Aufgabe ist es, für die die Hansestadt den Hut in den Ring, pardon, in die fünf Ringe werfen soll.

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Um zu wissen, ob die Bevölkerung bei dieser großen Frage hinter Regierung und Bewerbergesellschaft steht, läuft eine einzigartige Abstimmung. Bürgerschaft und Senat fragen 1.299.411 Wahlberechtigte ab 16 Jahren in einer neuen Form der Bürgerbeteiligung (siehe Kasten in der Fotogalerie).

Landesabstimmungsleiter Willi Beiß: „Es ist eine bürgerfreundliche Abstimmung. Die Briefabstimmungsunterlagen wurden schon mitgeliefert.“ Hier einige Fakten als Entscheidungshilfe im Überblick:

Das Konzept: Hamburgs Bewerbungsgesellschaft verspricht kompakte, nachhaltige, kostenstabile Spiele. Viele Sportstätten sollen später Vereinen zur Verfügung stehen. Von neuer Infrastruktur wie dem U-Bahnbau soll langfristig profitiert werden. Geplant ist eine „Olympiade der Arbeit“, die Jobs bringen soll. Auf dem Kleinen Grasbrook soll „OlympiaCity“ entstehen. Geplant ist auch der Bau von 8.000 (Sozial)wohnungen.

Die Kosten: 7,4 Milliarden Euro insgesamt, davon übernimmt Hamburg 1,2 Milliarden Euro - ohne Schulden, verspricht Bürgermeister Olaf Scholz. Der Bund hat sich noch nicht final zur Kostenübernahme geäußert.

Gegner: Kritiker wie No-Olympia, STOP Olympia Hamburg, Die Linke oder BUND fürchten, dass Geld für Olympia an anderer Stelle in Hamburg fehlt und sehen ein Planungsrisiko. Mehr unter www.nolympia-hamburg.de

Die Befürworter: Zahlreiche Firmen, Institutionen und Privatleute sehen eine einzigartige Chance und einen weltweiten Imagegewinn für die Stadt. Unterstützer sind u.a. Edeka, BAT, Budnikowsky, Alexander Otto, Hamburg Airport, Handelskammer, außerdem CDU, FDP, SPD, Grüne (mit Bedingungen). Mehr unter www.wir-sind-feuer-und-flamme.com

Die Mitbewerber: Paris, Rom, Budapest und Los Angeles.

Die Entscheidung: Fällt das IOC 2017 in Lima.

Noch am Abend des 29. November soll das Ergebnis feststehen und im Internet auf
www.olympia-referendum.de veröffentlicht werden. Übrigens wird auch in Kiel die
Bevölkerung gefragt, nach ihrer Meinung zur Bewerbung für die Segelwettbewerbe. Und im Sommer 2016 guckt die Welt erst einmal auf Olympia in Rio de Janeiro. (sta)
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2 Kommentare
15
kai dirksen aus Eppendorf | 18.11.2015 | 03:09  
26
Anne Weißnich aus Barmbek | 18.11.2015 | 11:39  
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