Hamburgs Speckgürtel bietet begehrte Gewerbeflächen

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Die Apothekergenossenschaft Noweda, die bundesweit 17 Niederlassungen hat, will ihr Poppenbütteler Arzneiversandzentrum zur Belieferung von Apotheken auf das Gelände der ehemaligen Tierversuchsanstalt in Barsbüttel verlegen Foto: Möller

Noweda-Versandzentrum für Apotheken kommt nach Willinghusen

Von Christa Möller
Barsbüttel/Willinghusen
Für Gewerbebetriebe ist Hamburgs Speckgürtel äußerst attraktiv. Entsprechend begehrt sind freie Flächen für die Ansiedelung. Anfang des Jahres hat die Apothekergenossenschaft Noweda ein Grundstück im Barsbütteler Ortsteil Willinghusen gekauft. Im Ortsbeirat Willinghusen und auch im Planungsausschuss trafen die Pläne des Pharmagroßhändlers, der seine Hamburger Niederlassung von Poppenbüttel nach Willinghusen verlegen will, auf Zustimmung, zumal soziales Engagement in Aussicht gestellt wurde. Im hinteren Bereich auf dem Gelände der ehemaligen Tierversuchsanstalt soll eine zweigeschossige Lagerhalle entstehen. Die Bestandsgebäude vorn werden wahrscheinlich vom Thünen-Institut für Holzforschung aus Bergedorf übernommen. „Wir sind ein sehr guter Gewerbestandort vor den Toren Hamburgs mit zwei Autobahnen“, sagt Bürgermeister Thomas Schreitmüller, der die Ansiedelung der Pharmafirma, die von Hamburg-Poppenbüttel hierher ziehen wird, als sehr positiv betrachtet und dadurch wenig Emissionen befürchtet. Zwar werde der Pharmahändler mit größeren Fahrzeugen beliefert und die Medikamente würden dann mit kleineren Wagen verteilt, allerdings würden diese nicht durch den Ort fahren, sondern die Anbindung an die Kreisstraße 80 und die Autobahn nutzen. Einige Bürger fühlen sich in ihren Rechten eingeschränkt und haben deshalb Klage eingereicht, aber „es gibt eine Bauanfrage und eine Baugenehmigung“, sagt Schreitmüller optimistisch. 7.200 Quadratmeter groß ist die Grundfläche des geplanten Gebäudes, die Traufhöhe liegt bei circa zehn Metern. 503 Gewerbebetriebe gibt es in Barsbüttel, allerdings sind nur rund drei Viertel davon Gewerbesteuerzahler. Die Gemeinde Barsbüttel rechnet dieses Jahr – bei einem Hebesatz von 390 Prozentpunkten – mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von zehn Millionen Euro. Eine beachtliche Summe, wenn auch dank Kreisumlage und Finanzausgleich nur knapp ein Drittel in der Gemeinde verbleibt. Freie Flächen sind knapp, zur Zeit wird geprüft, ob für örtliche Gewerbebetriebe, die sich erweitern wollen, eine etwa 15 Hektar große Fläche nördlich von Möbel Höffner als Gewerbegebiet ausgewiesen werden darf.
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