Hammer-Chaos!

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Die Beton-Poller können auch diesen Autofahrer nicht stoppen

Lkw-Fahrer missachten Umleitungsschilder und zwängen sich durch Baustelle

Von Martin Jenssen
Marienthal
Die Anwohner stehen kopfschüttelnd an den Fenstern, Balkonen und auf dem schmalen Fußweg. Sie stehen und staunen. An der Hammer Straße wird ihnen ein Spektakel geboten, ein echtes Verkehrsschauspiel. Die Straße ist dort durch die Trogbaustelle sehr verengt. Das wissen die Autofahrer schon länger. Aber nach einer Fahrbahnverlegung in den vergangenen Tagen herrscht dort absolutes Chaos. Beton-Poller versperren Autos, die breiter als 2,1 Meter sind, die Durchfahrt.

Deutliche Hinweise


Das haben offensichtlich die Fahrer breiter Lieferwagen und einige LKW-Fahrer nicht mitbekommen, obwohl vor der Jüthornstraße Blink-Warnzeichen und große Verkehrsschilder deutlich auf die Verengung hinweisen. Man hat den Eindruck: Nur wenige Berufskraftfahrer können lesen. Und so gibt es vor den Pollern, die zwischen Jüthornstraße und Asmusweg aufgebaut wurden, alle 15 bis 30 Minuten einen Stau, weil ein Lieferwagen umkehren muss.
Nicht weniger oft knirscht und rumst es an den Pollern, weil Fahrer breiterer Autos versuchen, sich durchzuzwängen. Nur selten gelingt das ohne Blessuren. Die Spuren der Berührungen sind an den Pollern deutlich sichtbar. Rund um die Poller liegen zerbrochene Rückspiegel und abgefahrene Stoßstangen.
Der absolute Hammer an der Hammer Straße: Ein Lastwagenfahrer, der auf seinem Anhänger einen Kran transportierte, stand vor der auf 2,1 Meter verengten Fahrbahn. Er kam nicht weiter, setzte aber auch nicht zurück. Er fuhr den Kran aus, schob damit einen Poller zur Seite und fuhr dann fröhlich weiter.

Auch Radfahrer unvernünftig


Für weiteres Chaos sorgen Radfahrer, die durch die verengte Straße fahren, obwohl eine Umleitung für Radler deutlich ausgeschildert ist. Der Bau des Trogwerks an der Hammer Straße soll bis Endes des Jahres 2018 dauern. Dann wird der Verkehr ungebremst durch einen Tunnel unter den Bahngleisen der Strecken Hamburg-Lübeck und Horn-Wandsbek hindurchgeführt. Bis dahin sollten die Autofahrer gelernt haben, dass Achtsamkeit besser ist als abgefahrene Stoßstangen und Seitenspiegel.
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