Helfer auf Station

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Die Grünen-Gruppe macht Pause im Aufenthaltsraum Foto: rdm

„Grüne Damen und Herren“ kümmern sich um Patienten

Von Reinhard Meyer
Wandsbek
„Guten Morgen, ich gehöre zur Gruppe der „Grünen Damen und Herren. Mein Name ist...Wie kann ich Ihnen behilflich sein?“ So etwa stellen sich die ehrenamtlichen „Grünen“ im Marienkrankenhaus beim Betreten eines Krankenzimmers vor. Sie erfüllen den Patienten unterschiedliche Wünsche: eine Zeitung aus der Cafeteria, Begleitung beim Spaziergang auf der Anlage, beim Gang zur Therapie. Bei einer Notfallaufnahme müssen persönliche Gegenstände aus der Wohnung geholt werden. Nicht zuletzt hören sie auch zu. Krankenschwestern und Pfleger können diese Hilfen nicht leisten. Da sind die Hilfsangebote der Grünen hoch willkommen.
Wie wird man „Grün“ im Krankenhaus? „Die meisten Interesierten kommen, wenn sie im Ruhestand sind und zu viel Zeit haben“, sagt Brigitte Zollmer, die Gruppenleiterin der „Grünen Helfer“ im Marienkrankenhaus. In einem Gespräch mit dem Bewerber prüft sie, inwieweit er den Anforderungen als Grüner im Krankenhaus entsprechen kann: „Unerlässlich sind Empathie, Belastbarkeit beim Anblick von Leiden und die Fähigkeit, Vertrauen zu Ärzten und Pflegenden aufzubauen“, so Brigitte Zollmer. Eine erfahrene „Grüne“ begleitet sechs Wochen lang den „grünen Nachwuchs“ beim Gang durch die Stationen. Die Evangelische Pastorin und der Katholische Pastoralreferent schulen die „Grünen“ zweimal im Jahr im Umgang mit den Patienten. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich. Jede persönliche Zuwendung von Patienten ist strikt untersagt. „Der schönste Lohn sind Freude und Dankbarkeit der Patienten, wenn wir ihnen haben helfen können“, so Brigitte Zollmer. Die „Grünen Gruppe“ im Marienkrankenhaus zählt 61 Mitglieder. Die „Grünen Damen und Herren“ wurden 1969 von der Evangelischen und ökumenischen Krankenhaus- und Altenheimhilfe als Dachorganisation gegründet. Gegenwärtig gibt es an 20 Hamburger Kliniken 494 „Grüne Damen und Herren“.
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