Helge Masch´s schöner Garten

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Helge Masch, der Leiter des Botanischen Sondergartens, freut sich über steigende Besucherzahlen. Foto: Möller
 
Gartenleiter Helge Masch zeigt einen Brasilianischen Regenbaum im Gewächshaus.Fotos: cm

Besuchermagnet: Der Botanische Sondergarten Wandsbek

Von Christa Möller
Wandsbek. Der Botanische Sondergarten Wandsbek heißt nicht nur so, er ist auch etwas Besonderes. Gegründet wurde er 1923 vom Wandsbeker Lehrerverein als Schulgarten, worauf heute noch der Name der daneben liegenden Straße „Am Schulgarten“ verweist.
„Damals gehörte Wandsbek noch zu Stormarn“, erläutert Helge Masch, der Leiter des Botanischen Sondergartens.
Erst 1956 übernahm die Garten- und Friedhofsabteilung der Hansestadt Hamburg den Garten und er bekam seinen heutigen Namen (weil es hier, im Gegensatz zum Botanischen Garten, keine wissenschaftliche Begleitung gibt). „Hier wuchsen viele alte Gehölze“, sagt Helge Masch.
Deren Anzahl hat zwar abgenommen, aber eine Buche, mehrere Linden, Eiben und Zwergfichten stammen noch aus der Gründungszeit des Gartens und sind etwa einhundert Jahre alt. Und Besonderes ist hier auch noch immer zu finden wie die drei Mammutbäume, der Taschentuchbaum oder die Andentanne, aber auch seine Lieblingspflanze, der Amberbaum in Fischers Park.
Nach seiner dreijährigen Ausbildung zum Gärtnergehilfen kam Masch 1983 in den Botanischen Sondergarten.
Seit 1994 leitet er das eineinhalb Hektar große Areal, zu dem auch noch Fischers Park gehört, eine zehn Hektar große Grünanlage am Wandse-Wanderweg zwischen Ölmühlenweg und Bei der Hopfenkarre. Zwei Gartenhelfer und zwei Betriebshelfer stehen ihm zur Seite.
Die Wegeführung ist seit der Anlage des Gartens überwiegend unverändert geblieben: „In der Mitte waren immer Schau- und Zierbeete mit Rosen und Sommerblumen“, sagt Masch.
Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit
Im vergangenen Jahr wurde der Pavillon aufgebaut, an dem Trompetenblumen in Rot-Orange-Tönen ranken sollen. Das Pflanzmuster hat ein Brasilianer gezeichnet, „ein Kollege aus Belo Horizonte, der letztes Jahr hier gewesen ist“, verrät der Gartenchef, der die Pflanzenauswahl dem hiesigen Klima angepasst hat.
Durch die Stiftung Internationaler Gärtneraustausch kamen die Gleichgesinnten in Kontakt, 2007 besuchte Helge Masch für zwei Wochen den botanischen Garten in Belo Horizonte in Brasilien und lernt seitdem eifrig portugiesisch, um sich beim nächsten Mal noch besser verständigen zu können. Auch mit seiner Familie ist er schon in Brasilien gewesen. Die Gärtner haben auch im Winter viel zu tun: Dann wird unter anderem das Gartenkonzept überplant, es stehen Wegen- und Umbauarbeiten sowie der Gehölzschnitt an, aber auch die Pflanzenvermehrung. Helge Masch beschäftigt sich auch mit der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Vorbereitung von Vorträgen und Gartenführungen. Die Idee kommt gut an, wie 3.100 Teilnehmer bei den Veranstaltungen im vergangenen Jahr beweisen. 680 Interessierte haben den Newsletter abonniert - Tendenz steigend. Zum Tag der offenen Tür kommen jeweils bis zu 1.500 Besucher.
Zusätzlich unterstützt wird Helge Masch von etwa zwanzig Ehrenamtlichen, die die Sommerblumenausstellung im Gewächshaus oder die Infostände bei Veranstaltungen betreuen. Für mittwochs nachmittags wird noch Verstärkung gesucht. Interessierte melden sich unter
t 693 97 34. (cm)

iWeitere Infos zum Botanischen Sondergarten an der Wahlddörferstraße 273 gibt’s unter www.hamburg.de/botanischer-sondergarten
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