Hier können Hunde Benimm lernen

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Der Vereinsvorsitzende Norbert Leiding. Foto: Christa Möller
 
Heike Vandre ist mit Hündin Ronja zum Erziehungskursus bei Ute Leiding gekommen. „Wir haben Hausaufgaben gemacht, wir üben jeden Tag“, sagt sie. Foto: Christa Möller

Das „Augsburger Modell“ macht’s möglich

Von Christa Möller
Jenfeld. Wenn Tante Lieschens Dackel im gestreckten Galopp auf uns zu rennt und uns vor lauter Wiedersehensfreude anspringt, ist das nicht unbedingt angenehm. Hätte sie einen größeren Hund, würde uns die stürmische Begrüßung wohl noch weniger gefallen. Ute Leiding, Ausbildungswartin in der Ortsgruppe Hamburg-Wandsbek beim Verein für Deutsche Schäferhunde, macht allerdings keine Unterschiede zwischen großen und kleinen Vierbeinern, sie meint, alle sollten gut erzogen sein. Der Vereinsvorsitzende Norbert Leiding sagt: „Das Problem ist nie der Hund, sondern derjenige, der am anderen Ende der Leine steht.“
Gerade läuft auf dem Übungsgelände des Vereins in Jenfeld der zweite praxisorientierte Erziehungskursus nach dem so genannten „Augsburger Modell“, in dem Hunde jeden Alters und jeder Rasse Benimm lernen sollen, unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft der Hundehalter. Der erste war 2011 angeboten worden. Zwei Schäferhunde, ein Husky und ein Mischling trainieren zehnmal sonnabends vormittags mit ihren Besitzern. Frauchen will geradeaus, der Hund zieht nach links. „Er will ja nur spielen“, sagt sie. „Das geht gar nicht“, findet Ute Leiding. Der Hund muss schließlich wissen, wer der Chef ist. „Man muss eine Bindung zu dem Hund aufbauen. Wichtig ist, dass der Hund Euch anguckt“, ermahnt sie die Kursteilnehmer. Zur Belohnung bekommen die Vierbeiner dann auch mal als Leckerli einen kleinen Fleischwurstwürfel. Einer der Hunde kann die nicht so gut vertragen, ist aber „ballverrückt“. Also wirft Frauchen den Ball, um ihrem Hund zu zeigen, dass er gut gearbeitet hat.
„Wir können nur Tipps geben. Herrchen oder Frauchen müssen natürlich mitarbeiten und es muss jeden Tag geübt werden“, betont Ute Leiding, die dem Verein seit 2000 angehört. Gemeinsam mit Miriam Hinsch ist sie im Verein zuständig für die Hundeausbildung. Die beiden Frauen sind geprüfte Übungsleiter.
Zum Abschluss des Kurses gibt es eine Prüfung, doch auch danach heißt es fleißig weiterüben, damit der Hund auf Kommando bei Fuß geht, Sitz oder Platz macht. „Man muss jeden Tag etwas tun.“
Imara gehorcht auf Wort
Ute Leidings eigene Schäferhündin Imara, 3, hat schon die Begleithundeprüfung absolviert. Imara gehorcht aufs Wort und demonstriert so vorbildlich, wie sich ein gut erzogener Hund verhalten sollte. Aber „auch einem älteren Hund kann man noch etwas beibringen“, weiß ihr Frauchen.
Ortsgruppe wurde schon 1907 gegründet
31 Mitglieder im Alter von 16 bis 75 Jahren hat die Ortsgruppe Hamburg-Wandsbek, die schon 1907 gegründet wurde. Inzwischen sind viele andere Hunderassen vertreten, denn in der Stadt sind eher kleinere Hunde gefragt. Montags und donnerstags treffen sich die Vereinsmitglieder ab 17 Uhr auf ihrem Übungsgelände. Jedes Jahr findet eine Begleithundeprüfung statt. Aber nicht nur Hundetraining ist hier gefragt, die Geselligkeit kommt auch nicht zu kurz. (cm)
i Weitere Infos über
die Erziehungskurse und die Ortsgruppe Hamburg-Wandsbek bekommen Interessierte telefonisch unter
t 6707534 sowie auch im Internet unter
www.schaeferhund.de
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