Ho, ho, ho...

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Die kleine Johanna-Madeleine (2) aus Tonndorf mag den Weihnachtsmann.Foto: kg/hfr

Harald Schmidt, der Weihnachtsmann aus Wandsbek

Von Karen Grell
Wandsbek-Gartenstadt. Der Weihnachtsmann in Wandsbek heißt Harald Schmidt und ist in den Tagen vor dem Fest im EKT Farmsen anzutreffen. Hier verteilt er in den Wochen vor dem Heiligen Abend mit einem großen Sack auf dem Rücken, Geschenke an die Kinder und schimpft mit den Eltern, wenn diese ihre Kids leicht anstoßen und ein „Danke schön“ an den Weihnachtsmann fordern.
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„Natürlich haben sie danke gesagt“, betont der fröhliche Mann im roten Mantel. “Der Weihnachtsmann hört das immer“. Harald Schmidt ist nicht nur Weihnachtsmann, er hat auch selber eine Tochter und als diese vor über 20 Jahren den Kindergarten verließ, da wollte die Kita den tollen Weihnachtsmann einfach nicht ziehen lassen. Also blieb er und ist bis heute aktiv in den Kitas, bei privaten Veranstaltungen und im Einkaufstreffpunkt in Farmsen. Was den Weihnachtsmann von den vielen anderen verkleideten unterscheidet ist seine Echtheit.
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Die Jahre lange Erfahrung hat ihn auf jede Situation vorbereitet. „Weihnachtsmann, darf ich mal an deinem Bart ziehen, der ist nämlich nur angeklebt“. Kein Problem für Harald den Santa Claus, denn lange schon hat er Augenbrauen und Bart wachsen lassen und auch die Haare und den langen hängenden Bart so gut am Gesicht verankert, das keine Pannen mehr passieren können. Er kann die rote Mütze mit dem weißen Bommel dran jederzeit vom Kopf nehmen, ohne dass Haare und Bart in einem Rutsch mit abheben und auch die Hände zeigen, denn er trägt weiße Handschuhe. Ein Tipp, den er unbedingt an alle Väter, Onkel und Nachbarn weitergibt, denn Kinder erkennen die falschen Weihnachtsmänner nicht nur an der Stimme, sondern auch an Merkmalen an den Händen, den bekannten Turnschuhen oder den gerade erst gekauften Jeans. „Als ich anfing, da war ich in der Kita mit Jeans und Turnschuhen unterwegs“, erinnert sich der wohl doch recht echte Santa Claus. „Das war natürlich damals noch ziemlich unprofessionell“, lacht Harald Schmidt heute über seine erste Zeit im himmlischen Dienst.
Auch er stand als Kind vor dem Weihnachtsmann und weiß, dass er damals ein wenig Angst hatte, brav sein Gedicht aufsagte und froh war, als der Mann im roten Mantel wieder verschwunden war. Harald Schmidt ist wahrscheinblich genau deshalb auch heute der nette Weihnachtsmann, der die Kinder liebevoll begrüßt und ihnen, auch ohne vorgetragenes Gedicht, ein kleines Geschenk überreicht. Ganz wichtig ist es ihm, den Kindern die Freude an der Fantasie zu lassen und genau deshalb will er auch unerkannt bleiben für die Kleinen. Doch bei seiner Runde im Einkaufszentrum sind auch ein paar ältere Kinder dabei, die bestimmt schon so manchen verkleideten Weihnachtsmann enttarnt haben. Bei Harald Schmidt bekommen auch sie noch ein wenig glänzende Augen und murmeln „es gibt ihn wohl doch“. (kg/hfr)
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