Hoffen auf die Elbphilharmonie

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Der zukünftige Große Konzertsaal - Staunen über die Technik - aber klangvollkommene Sinfoniekonzerte kann man sich noch nicht vorstellen. Foto: rdm

Rahlstedter besichtigen Baustelle

Rahlstedt/Hamburg. Der Schwebezustand des Hamburger Großprojektes Elbphilharmonie ist eine Frage von brennender Aktualität. Auch für eine Gruppe von Pensionären aus Rahlstedt, die sich regelmäßig trifft, um sich mit Themen von öffentlichem Interesse zu befassen. Sie baten den Rahlstedter Bürgerschaftsangeordneten Ole Buschhüter um eine Führung über die Kulturbaustelle. In seiner Begrüßung bat Buschhüter wegen der unmittelbar folgenden PUA Elbphilharmonie Sitzung – er leitet diesen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss – um Verständnis für die Absage bei der Begleitung der Gruppe. Er schilderte die Entwicklung des Bauprojektes mit den Vertragsproblemen seit Anfang und mit den Schwierigkeiten bei der Realisierung. Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss Elbphilharmonie beschränkt sich- gemäß parlamentarischem Auftrag - auf die Jahre 2006-2008. Eine Ausweitung des Auftrages bis in die Gegenwart sah er als nicht sehr zielführend an. Dies ist schon der zweite PUA Elbphilhamonie. Jetzt sollten diese Vorgänge erst einmal aufgearbeitet werden. Es geht auch darum, Erkenntnisse zu gewinnen, wie der Senat künftig bei großen Bauvorhaben vorgehen muss. Die Zeugenbefragungen nähern sich dem Abschluss, der PUA Abschlussbericht soll nach den Sommerferien 2013 vorgelegt werden Die Baustellenführung begann mit einem Blick in das Parkhaus - wuchtige Dimensionen, aber die Parkplätze werden nicht ausreichen. Eine vorsorgliche Stadtteilplanung plant eine große unterirdische Parkgarage. Zudem werden öffentliche Verkehrsverbindungen einen raschen Zugang sichern. Die Plaza unmittelbar über dem Backsteinsockel vermittelte der Gruppe-trotz des Baustellenzustandes mit Brettern und Balken, Kabeln, Rohren, Betonmischern - von den Ausmaßen, vom Zugang zum Foyer des Großen Konzertsaales und zur Lobby des Hotels, vom Blick auf den Hafen her eine Ahnung, dass dieser zukünftige öffentliche Raum ein Zentrum urbanen Lebens in Hamburg sein wird. Dann der beschwerlich Aufstieg über die Beton- Freitreppe zur Baustelle künftigen Großen Konzertsaals: Ein Gewirr von Stahlgerüsten - der Guide gibt dort Erläuterungen zur Statik mit der bekannten Problematik, zu technischen Feinstmessungen des Akkustik-Models des Japaner Yahusitata Toyota, zur Innenarchitektur des Saals, zum Klangreflektor, zu Polstermaterialen der Sitze. Das Ziel: Der vollkommene Klang auf allen Plätzen im Herzstück der Elbphilharmonie. Die Teilnehmer verharren in ehrfürchtigem Staunen vor der Technik der Superlative. Gleichwohl: Eine Ahnung von diesem Konzertsaal als künftige Stätte von Musikfesten für die Seele kann sich in diesem Gestänge noch nicht einstellen. Die Bilanz der Baustellenführung für die Gruppe: Ein vom Volumen, von der Komplexität her ein äußerst beeindruckender Baukörper – Hightec von den Fenstern über den Klangreflektor bis zur letzten kleinen Schraube. Auch wenn das Ende der Schwierigkeiten zwischen Senat und Hochtief jetzt nicht absehbar ist: Die Elbphilharmonie, zukünftig eines der schönsten Konzerthäuser der Welt, muß kommen - und sie wird kommen. (rdm)
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