Hoffnung auf Spielplatz

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Das Spielhaus Wandsbek ist noch immer eingezäuntFotos: rg

Gelände beim Spielhaus Wandsbek wird endlich saniert

Von Rainer Glitz
Wandsbek. Noch verläuft ein Bauzaun aus Eisen durch den Park am Mühlenteich in der Wandsbeker Königstraße, einmal herum um das Spielhaus. Schilder warnen vor dem Betreten der „Baustelle“. Seit Monaten hat sich an diesem Zustand nichts geändert, die Kinder müssen auf dem kleinen Spielplatz am Haus bleiben. Denn das Parkgelände ist mit Blei belastet. Als der längst geplante Neubau eines großen öffentlichen Spielplatzes beginnen sollte, brachten Bodenuntersuchungen die gefährliche Altlast ans Licht. „In einem Teil des heutigen Mühlenteichparks befand sich bis zum Wasser hinunter Mitte des  18. Jahrhunderts eine Silberhütte“, erläutert Ulrike Nowicki, Sprecherin des Bezirksamtes Wandsbek. Und bei der Silberschmelze sei damals Blei zur Reinigung benutzt worden, daher rühre die Belastung noch heute.
Im vergangenen September forderten alle Fraktionen der Bezirksversammlung eine Sanierung der Parkfläche, und auch die Mütter der Spielhaus-Kinder wandten sich mit dieser Bitte an den Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff. Jetzt gibt es gute Nachrichten: Die Fläche wird saniert. „Im Frühjahr wird der Boden einen Meter tief ausgetauscht, im Anschluss beginnt der Neubau des Spielplatzes“, so Ulrike Nowicki. Die Kosten seien noch nicht bekannt, es gebe aber Haushaltsmittel für Flächensanierungen von der Stadt. Im Anschluss an die Bodenarbeiten soll dann der Spielplatz errichtet werden, rund 290.000 Euro sind dafür eingeplant. Schon jetzt haben Arbeiter dafür die ersten von insgesamt 14 Bäumen im Mühlenteichpark gefällt. Im Herbst sollen neue Bäume gepflanzt werden, dann wird auch der Spielplatz vermutlich fertig sein, auf den alle im Quartier so lange gewartet haben.
„Wir freuen uns total“, sagt Silvia Kahler. Ihre siebenjährige Tochter ist regelmäßig zum Basteln und Töpfern im Spielhaus. „Offiziell haben wir noch nichts vom Beginn der Sanierung gehört“, sagt Kahler, die mit anderen Müttern für den Spielplatz gekämpft hat. „Das war eine langwierige und zähe Angelegenheit“, sagt sie. Lange sei unklar gewesen, wer überhaupt für die Parkfläche zuständig ist, und dann habe es immer wieder geheißen „wir haben kein Geld“. Die Pläne für den jetzt kommenden Spielplatz nennt die Mutter „sehr vielversprechend“. Es wird neue Rutschen, Schaukeln und Kletterelemente geben, wie früher ein kleine Wasserfläche und dazu eine Go-Kart-Straße. Der Platz wird künftig nicht nur von den Kindern des Spielhauses Wandsbek genutzt, er ist öffentlich und weit und breit der einzige größere. Deshalb ist der Spielplatz auch wichtig für das geplante Brauhausviertel und seine künftigen Bewohner, da sind sich die Spielhausmütter mit den Bezirkspolitikern einig.(rg)
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 01.02.2013 | 11:05  
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