Hohenhorst inklusiv

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Alena Venema will das Netzwerk an Inklusionsangeboten in Rahlstedt und Jenfeld ausbauen Foto: rg

Neues Projekt im Haus am See für Vernetzung

Hamburg. „Wir wissen gar nicht so genau, was Familien mit Behinderten so tun und was sie brauchen“, sagt Torsten Höhnke, Geschäftsführer im Haus am See. Das soll nun ein neues Projekt ändern.
Auf einen entsprechenden Antrag hat die „Aktion Mensch“ für ein Jahr lang Geld bewilligt. Zunächst soll analysiert werden, welche Angebote zum Thema Inklusion es in Hohenhorst, Jenfeld und Rahlstedt gibt. Und zwar für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren und Migranten. Die Aufgabe übernimmt Alena Venema. „Es ist wichtig, zunächst einmal zu Sammeln. Ziel ist ein Netzwerk, es soll nicht jeder für sich etwas anbieten“, sagt die 27-Jährige. Sie will das Gespräch mit den Betroffenen suchen und Kooperationspartner gewinnen.
„Den Betroffenen selbst fallen die Dinge direkt auf“, sagt Alena Venema. Sie ist erst vor acht Wochen aus Mainz nach Hamburg gekommen. Sie studiert „Systementwicklung Inklusion“, ein berufsbegleitendes Masterstudium. „Es geht um die Organisation von Inklusion, darum, Theorie in die Praxis umzusetzen“, erklärt die Neu-Hamburgerin. In diesem Bereich fehlten bislang Experten. „Hamburg ist bei der Inklusion Vorreiter“, sagt Venema, deshalb sei sie hierhergekommen. Und zwar, um zu bleiben. Denn Arbeit gebe es genug. Und Venema will begonnene Projekte auch langfristig betreuen.

Inklusion lernen

„Das Haus am See bietet für das Projekt gute Voraussetzungen“, ist Torsten Höhnke überzeugt. Hier seien verschiedene Initiativen und Angebote unter einem Dach. „Inklusion muss gelernt werden“, sagt Höhnke. Dafür müssten der Bedarf ermittelt und alle Bürger mit ins Boot geholt werden. Geplant ist auch ein Infotag. So soll etwa geklärt werden, wie Behinderte noch besser an Veranstaltungen im Haus am See teilnehmen können. Brauchen sie eine Assistenz als Einzelbetreuung oder Gebärdendolmetscher? Auch in Sachen Barrierefreiheit gibt es im Haus am See noch Nachholbedarf. So sollte die Eingangstür sich ursprünglich automatisch öffnen und schließen, dem Bauherrn war diese technische Lösung allerdings zu teuer. Rollstuhlfahrer und ältere Besucher mit Rollator haben nun Schwierigkeiten, durch die beiden Glastüren in das Café zu kommen. Alena Venema will solche Probleme sammeln und steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung. (rg)
Kontakt: Telefon 668 51 410 oder venema@erziehungshilfe-hamburg.de
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