Illegal Baumüll im Naturschutzgebiet entsorgt

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Der ehrenamtliche Naturschutzwart Helmut Windisch (78) vor dem Bauschutt-Müll. Sein Eurasier-Hund Danton entdeckte beim Schnuppern auch noch eine Blechdose.Foto: hbz
Rahlstedt. Helmut Windisch (78) ist ehrenamtlicher Naturschutzwart in den Naturschutzgebieten Höltigbaum und Stellmoorer Tunneltal und zurzeit sehr verärgert. Der Grund: illegaler Baumüll, einfach hingekippt auf einen Pfad neben der Abzweigung der Straße Eichberg und direkt vor einem Naturschutzschild. Dieses weist deutlich daraufhin, dass Müllabladen in diesen Gebieten verboten ist.

„An eine solche Dreistigkeit kann ich mit nicht erinnern.“
Windisch durchstreift seit 18 Jahren als ehrenamtlicher Naturschützer das Gebiet, das früher ein Panzerübungsplatz war und jetzt für seine Naturschätze bekannt ist. Er hat dabei viel erlebt, illegaler Müll war immer ein Problem auf dem Höltigbaum, aber an eine solche „Dreistigkeit“ erinnert er sich nicht.
Wahrscheinlich muss nun der abgekippte Bauschutt, es handelt es sich um Plattenabfälle, vom Naturschutzamt des Bezirkes entsorgt werden, weil man bisher dem Täter nicht auf die Spur kam. Windisch weiß zwar von einer Joggerin, dass ein heller LKW den Müll ablud, leider konnte die Frau aber das Nummernschild nicht erkennen.
„Wo erst einmal Müll liegt, kommt anderer dazu“, sagt Windisch. Und wie zur Bestätigung schnuppert sein Eurasier-Hund Danton an einer Getränkedose, die sich bereits zu den Steinbruch-Stücken hinzu gesellt hat.
Windisch hat besonders im Sommer viel mit dem Problem zu tun. Häufig findet er dann Picknickabfälle, Verpackungen oder Plastiktüten, „die leider nicht verrotten“.
Dennoch setzt der Naturschutzwart eher auf einen freundlichen aber bestimmten Dialog mit den Besuchern, bei Themen wie frei laufende Hunde und Müllentsorgung. „Oft ist es ein fehlendes Nachdenken darüber, was frei laufende Hunde anrichten können, oder unachtsam weggeworfener Müll anrichtet, da genügt es freundlich darauf hin zu weisen. Im Falle des Bauschutts ist das wahrscheinlich anders, hier hilft wahrscheinlich nur eine saftige Strafe, „auch wenn es mir immer noch am liebsten wäre, wenn der Täter ein Einsehen hätte und den Müll selbst beseitigen würde“. (hbz)
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