Im Startloch läuft es rund

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Das Startloch-Team: Lars Schmeißer (v.li.), Karin von der Linde, Karsten Böttcher, Leiter Jörn Stronkowski und Thomas Habke Foto: Christa Möller
 
Die neue Drehscheibe kommt bei den Kids gut an Foto: Möller

40 Jahre Treff für Kinder und Jugendliche

Von Christa Möller
Rahlstedt
In drei Pavillons der ehemaligen Hauptschule Am Sooren in Rahlstedt-Ost hat das Jugendzentrum Startloch seit über 30 Jahren seinen Sitz, jetzt feierte es sein 40-jähriges Bestehen. 1975 gründeten engagierte Rahlstedter Jugendliche den Trägerverein „zur Förderung der kulturellen und politischen Bildung der Jugendlichen in Rahlstedt“. Die ersten Räumlichkeiten des Jugendzentrums befanden sich im Keller des alten Rahlstedter Ortsamtes. Und so fanden die Jugendlichen schnell einen Namen für ihren Treff: Das Startloch war geboren. Schon als Jugendlicher kam Jörn Stronkowski, 52, ins Startloch, wo er sich bald aktiv einbrachte, als 2. Vorsitzender des Trägervereins und in Musikgruppen mit Jugendlichen. Als die Leitungsstelle neu besetzt werden sollte, ergriff er die Chance, ist seit 1991 Leiter. Nebenher studierte er Sozialpädagogik.

Begleitete Angebote


Das Startloch wird oftmals von bis zu 50 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und Mitte 20 genutzt – täglich, von vielen jüngeren übrigens auch im Rahmen des Offenen Ganztags. Diesbezüglich kooperiert das Startloch mit der Stadtteilschule Alt-Rahlstedt, der Schule Am Sooren und der Neuen Schule Hamburg sowie mit dem Regionalen Bildungszentrum an der Sieker Landstraße. Im Jugendzentrum wird Stronkowski von einem Erzieher und einer Erzieherin unterstützt. Zwei Sozialpädagogen helfen mit den Jungengruppen „Starladin“ und „Star2“ Jugendlichen, die Probleme in der Schule haben und tragen mit einem speziellen Programm zur Stärkung von Sozialkompetenzen bei. Überwiegend weibliche Honorarkräfte ergänzen das Team nicht zuletzt mit Angeboten wie Reiten, Basteln oder Tanzen für die Mädchen.Für Mittagessen nach der Schule wird auch gesorgt, beispielsweise beim gemeinsamen Kochen. Im Laufe der Jahre änderte sich einiges: „Internet und Konsolentechnik wirken massiv auf die Kinder ein und führen oft zu Bewegungs- und Phantasiemangel“, hat er festgestellt. Selbstständige, selbstbestimmte Meinungs- und Willensbekundungen seien stark zurückgegangen.

Kein Ersatz für Hortbetreuung


Auch möchten wir uns nicht als Ergänzung oder Ersatz für eine Hortbetreuung verstehen.“ Die Kinder sollen hier lernen, ihre Freizeit mit pädagogischer Hilfe selbstständig zu organisieren – „so funktioniert unser Offener Treff.“ Der ist für Acht- bis 21-Jährige nach Altersgruppen und Angebotszeiten gegliedert und natürlich auch begleitet. Das Startloch verfügt über Übungsräume und einen Musikaufnahmebereich. Zum Jahresende planen die Bands FÖÄH, Mind Resort und Maybe Mexico, die im Startloch proben, übrigens ein Konzert. Außerdem gibt es unter anderem einen Streetsoccer- und Streetballplatz sowie einen Veranstaltungsraum, der auch für Geburtstage vermietet wird – in einem separaten Pavillon. Ganz legal dürfen die Jugendlichen die Außenwände mit Graffiti verschönern. Außerdem gibt es Musik-, Tanz- oder Rappunterricht, Spiel- und Sportangebote, Problemberatung und Ferienaktionen. Das etwa 1.800 Quadratmeter große Außengelände bietet genug Platz zum Toben. Ganz neu ist die Drehscheibe, die sofort zum Besuchermagnet wurde. Beliebt ist auch das kostenlose Familienfrühstück jeden Sonntag von 11 bis 14 Uhr.
Jörn Stronkowski ist übrigens immer „am Nerv von Verwaltung und Politik“, sitzt er doch im Jugendhilfeausschuss. Er findet es bedauerlich, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg 2013 eine strukturelle Kürzung um zehn Prozent erfahren hat, obwohl die Arbeit bereits vorher schon nicht hinreichend finanziert gewesen sei – hier sind Sponsoren gefragt.
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