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Ort der Willkommenskultur: die Rahlstedter Dankeskirche Foto: tel

Dankeskirche: Diskussion über die Flüchtlingsunterkunft

Rahlstedt „Ich bin sehr stolz auf meinen Stadtteil“, sagte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und Vorsitzende der Stadtteilkonferenz Rahlstedt-Ost, Ekkehard Wysocki (SPD), nach der Informationsveranstaltung zur geplanten Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kielkoppelstraße. Mehr als 300 Rahlstedter hatten sich auf Einladung des Bezirksamtes in der nahen Dankeskirche versammelt.
Wysocki: „Es gab viel mehr Zuspruch und Hilfsbereitschaft als Kritik.“ Das lag wohl nicht zuletzt an dem Veranstaltungsort“, meinte auch Fraktionskollegin Astrid Hennies. Denn neben sachlichen Informationen von Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und Klaus-Dieter Müller, Geschäftsführer des zur Sozialbehörde gehörenden LEB (Landesbetrieb Erziehung und Beratung) als Bauherr und Betreiber der Einrichtung, sorgte vor allem Pastorin Wiebke Meers mit ihrer christlichen Sicht der Dinge für Beruhigung und Verständnis: „Wenn wir den Flüchtlingen mit Vorbehalten begegnen, kann daraus nichts Gutes wachsen. Die Markuskirchengemeinde jedenfalls wird diese Menschen als Christen aufnehmen“, sagte sie und berief sich vor dem Auditorium auf Jesus: „Ich bin fremd gewesen, und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäus Kap. 25, Vers 35). Auf Unterschriftenlisten konnten die Anwesenden Unterstützung signalisieren.
Wie bereits berichtet, wird der LEB ab Oktober 80 minderjährige Flüchtlinge in einem seit Jahren leerstehenden ehemaligen Schulgebäude unterbringen. „Das Haus hat eine gute Basis. Aber wir müssen noch Heizung, Küchen und Duschen einbauen sowie einige Wände einziehen“, erklärte Müller dem Wochenblatt. Die Jugendlichen (zu je 35 Prozent aus Afghanistan sowie Somalia/Eritrea) sollen dann bis zu acht Monate in Zwei- bis Vierbettzimmern unterkommen. Das Thema Flüchtlingsunterkunft steht auch auf der nächsten Stadtteilkonferenz, die am Dienstag, 15. September, 19 Uhr, ebenfalls in der Dankeskirche (Kielkoppelstraße 51) stattfinden soll. (tel)
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