Initiative „Bramfeld hilft“ gegründet

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Das Energie-Unternehmen Vattenfall richtet diese alte Villa von 1908 an der Bramfelder Chaussee für Flüchtlinge her Foto: tel

Quartier für Flüchtlinge bietet 101 Plätze ab März auf Vattenfall-Gelände.

Von Michael Hertel
Barmfeld
Unter dem Namen „Bramfeld hilft“ hat sich jetzt auch in Bramfeld eine ehrenamtliche Unterstützergruppe für Flüchtlinge gebildet. Zu den Gründungsvätern gehören der SPD-Wahlkreisabgeordnete Jens Schwieger und der immer rührige Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt. „Bramfeld hilft“ kann sich bald aktiv betätigen, denn am Moosrosenweg 18 wird ein erster neuer Standort für Flüchtlinge im Stadtteil gegründet. Den Anstoß zu „Bramfeld hilft“ hatte die Stadtteilkonferenz im Brakula (Bramfelder Kultur-Laden) bereits im vergangenen Jahr gegeben. „Wir wollten uns vorbereiten, denn es war absehbar, dass auch Bramfeld weitere Flüchtlingsunterkünfte bekommen würde“, erklärt der Bürgerschaftsabgeordnete Schwieger (66). Bislang gibt es laut Schwieger in Bramfeld lediglich eine alte Flüchtlingsunterkunft aus der Zeit des Bosnienkrieges (230 Personen), eine Flüchtlingswohnung in Steilshoop mit sechs Personen und eine Unterkunft in der Haldesdorfer Straße für 22 Menschen. Inzwischen hat sich eine Gruppe von 20 bis 25 ehrenamtlichen Helfern zusammengefunden, berichtet Uwe Schmidt. Welche Aufgaben im Detail übernommen werden, will man beschließen, wenn man den Bedarf der Flüchtlinge am Moosrosenweg kennt. „Das könnte zum Beispiel in Richtung Sprachförderung gehen, die Unterstützung bei Behördengängen oder ähnliches“, sagt Schwieger. Am Moosrosenweg stellt das Energieunternehmen Vattenfall Flächen seines Bildungszentrums für Neuankömmlinge zur Verfügung: 84 Personen sollen in Containern auf einer Parkplatzfläche untergebracht werden, 17 weitere in einer alten Villa des Bildungszentrums. „Dazu wird das Gebäude entsprechend hergerichtet“, berichtet Vattenfall-Pressesprecherin Kristina Hillmer dem Wochenblatt. Im März soll das Gelände bezugsfertig sein, heißt es. Die Baugenehmigung ist beantragt. Der Standort soll von „fördern & wohnen“ für 18 Monate betrieben werden. Das Bezirksamt Wandsbek will Anwohner und Öffentlichkeit am Montag, 1. Februar, 18 Uhr, in der Aula der Schule Fabriciusstraße 150 über das Vorhaben informieren.

Informationen gibt es auch auf der von Jens Schwieger zur Verfügung gestellten Internetseite: www.schwieger-hamburg.de/bramfeld-hilft
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