Inklusives Wohnprojekt

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Zwei Etagen und ein Staffelgeschoss, so soll der Rotklinger aussehen, in dem 24 Wohnungen untergebracht sind Visualisierung: Verein Gabriel

Verein Gabriel baut Haus für 25 behinderte Menschen mit Kulturcafé

Von Karen Grell
Rahlstedt
Am Güstrower Weg in Rahlstedt wird in den nächsten Wochen der Grundstein für ein neues Bauprojekt gelegt. Wohnen sollen in dem Haus mit ein- bis eineinhalb Zimmer Appartements Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf.
Für den Baubeginn steht Anfang Juni auf dem Kalender, die Fertigstellung wird dann für Februar 2016 erwartet. Die Idee zu diesem Wohnprojekt hatte der Verein Gabriel, der sich vor 15 Jahren aus einer Elterninitiative heraus gegründet hat. Familien, die selber Kinder mit Behinderungen unter sich haben, waren damals auf der Suche nach einer alternativen Lebensform und bieten den Kindern heute in Werkstätten sinnvolle Beschäftigungen und einen Ort an, an dem sie sich gebraucht und geborgen fühlen. „Auch mit dem allein leben soll es nun klappen und das in derselben harmonischen Gemeinschaft, wie am Arbeitsplatz“, erklären Tanja und Marianne Steiner vom Verein Gabriel. In 25 kleinen Wohnungen mit je einer eigenen Küche und verschiedenen Gemeinschaftsräumen im Haus gehen einige der jungen Menschen, die hier einziehen werden, zum ersten Mal eigene Wege. „Wir konnten einen Sponsoren für unser Bauvorhaben begeistern“, erinnert Marianne Steiner, die nun mit dem Verein als Mieter für die Wohnungen auftritt. Noch gäbe es sogar ein paar freie Plätze, so die gute Nachricht. Das Bewerbungsverfahren laufe aber bereits. Besonders glücklich sei man im Verein darüber, dass die Menschen, die hier in den Werkstätten arbeiten und die Produkte, wie Kerzen, Kunsthandwerk und restaurierte alte Möbel, auch gleich in Rahlstedt verkaufen, immer so herzlich im Stadtteil aufgenommen wurden. Schon deshalb war gleich klar: „Das Bauprojekt soll auch nur hier im Stadtteil starten.“ Die Pläne für das entstehende Haus liegen schon seit Wochen vor und nach einigen Änderungen kann es nun endlich losgehen. Zwei Etagen, dazu ein Staffelgeschoss und ein paar Balkone, so soll der Rotklinker am Ende aussehen. „Etwas schade, dass wir nicht mehr Balkone unterbringen konnten“, bedauert Marianne Steiner, doch die Bebauung hätte in diesem Fall zu weit auf die Straße hinausgeragt. Für den Stadtteil ein zusätzlicher Gewinn wird das Kulturcafé mit Veranstaltungsraum im Erdgeschoss sein. Hier können Ausstellungen stattfinden und verschiedene Events, für die genügend Platz sein wird. Das hauseigene Café wird ebenfalls von den Bewohnern geleitet und „alle freuen sich riesig auf diesen großen Schritt.“ Am Donnerstag, 4. Juni wird es nun einen symbolischen Festakt zur Grundsteinlegung für den Bau des Wohnhauses am Güstrower Weg geben.
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