Innen spitz und außen rund

Anzeige
Aktiv und konstruktiv: Bramfelder engagieren sich während der Planungswerkstätten. Foto: Burmeister

Bramfelder Bürger überarbeiteten den Rahmenplan zur Ortskerngestaltung

Von Britta Burmeister
Bramfeld. Innen spitz und außen rund – so präsentiert sich bildlich gesprochen der überarbeitete Rahmenplan für die Ortskerngestaltung von Bramfeld. Die Straßen Bramfelder Chaussee, Bramfelder Dorfplatz/Heukoppel und Herthastraße bilden aus der Vogelperspektive betrachtet ein nahezu gleichschenkeliges Dreieck. Für die Stadtplaner des Bezirksamtes Wandsbek, des Büros Kontor Freiraumplanung und des Büros PPL Architektur und Stadtplanung ein inspirierendes Straßenbild. Geht es nach den Ideen der Experten, werden schon bald klar definierte Raumkanten, eine einheitliche Gehwegpflasterung, ein zusammenhängendes Beleuchtungskonzept und eine charakterisierende Straßenmöblierung die Konturen des „Bramfelder Dreiecks“ schärfen, denn hier schlägt – vom durchjagenden Autoverkehr meist unbemerkt – das Herz Bramfelds.
Wie stark das Herz der Bramfelder für ihren Stadtteil schlägt, zeigte sich auch an der regen Beteiligung an den Planungswerkstätten, zu denen das Bezirksamt Wandsbek im Mai und Oktober 2011 eingeladen hatte. Am Dienstag vor Ostern wurden nun im Haus der Jugend die Ergebnisse präsentiert. Noch im Sommer 2012 sollen sie als Broschüre veröffentlicht werden.
Martin Schmitz vom Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Wandsbek dankte den anwesenden Gästen für die konstruktive Zusammenarbeit: „Sie waren aktive Bürger, die sich hier konstruktiv und engagiert eingebracht haben. Das ist auch für uns eine tolle Erfahrung – da sehen wir, dass sich diese Planungswerkstätten lohnen!“
Die nun vorliegenden Entwürfe zur Umgestaltung und Aufwertung des Bramfelder Stadtteilzentrums knüpfen an die Rahmenplanung an, die das Bezirksamt im Jahr 2002 in der Broschüre „Zukunft Bramfeld“ veröffentlicht hat. Nach der Fertigstellung der Marktplatz Galerie im Jahr 2011 und dem Beginn der Marktplatzsanierung im März 2012 verschiebt sich der Fokus der Stadtplaner in Richtung Bramfelder Dorfplatz.
Nach der Firma Max Bahr ist nun auch das Autohaus Jahnke bereit, sein Grundstück für die Neugestaltung des Bramfelder Ortskerns zur Verfügung zu stellen. Die bereits im Rahmenplan von 2002 skizzierte Dorfplatzpassage nimmt in der überarbeiteten Fassung entsprechend konkrete Züge an. Die ersten Pläne des Architekturbüros Wessling und Walkenhorst zeigen eine vom Autoverkehr abgeschirmte Fußwegverbindung zwischen der Herthastraße und dem Bramfelder Dorfplatz. Gesäumt wird die Dorfplatzpassage von Neubauten mit Wohnraum in den oberen Stockwerken und Raum für publikumswirksame Nutzungen im Erdgeschoss. Veränderungen sieht der Rahmenplan auch für den Bramfelder Dorfplatz vor. Er soll Ziel- und Ausgangspunkt für den Weg durch die Dorfplatzpassage.
Im Rahmenplan wird angeregt, die Straßengabelung aufzulösen und die Verkehrsinsel mit der Friedenseiche an das neugestaltete „Bramfelder Dreieck“ anzuschließen. Voraussetzung für diese Maßnahme wäre die Verlagerung der Überliegerbusse und eine veränderte Führung des Autoverkehrs. Entlang der Bramfelder Chaussee raten die Stadtplaner zu einer einheitlichen Gestaltung der Ladenvorzonen und einer ergänzenden Beleuchtung. Darüber hinaus soll der Baumbestand entlang der Chaussee nach und nach aufgestockt werden. Als problematisch identifiziert wurden die zum Teil erhöhten Eingangsbereiche der Ladengeschäfte. Ob die empfohlenen Maßnahmen jemals umgesetzt werden können, hängt nicht zuletzt von der Finanzierungsfrage ab. Vorgeschlagen wird die Gründung eines sogenannten Business Improvement Districts (BID), um die Grundstückseigentümer entlang der Bramfelder Chaussee an den Sanierungskosten zu beteiligen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige