Ja, wo spielen sie denn?

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So sieht „Das Gras“ aus Fotos: cm

Designer-Spielgeräte in der Schweriner Straße reizen Kinder nicht

Von Christa Möller
Rahlstedt. Wenn Kinder spielen, sind sie gesund. Das dachte sich wohl auch Rahlstedts „Regierung“, als sie beschloss, für die Kleinen Gutes zu tun. In der Fußgängerzone Schweriner Straße wurden nicht nur Palmen gepflanzt, die trotzig im norddeutschen Winter eingingen und zur Strafe jetzt (hoffentlich) artigeren Sumpfeichen weichen mussten. Im Zuge der Neugestaltung entstand hier auch ein Mini-Kinderparadies: Das Bezirksamt Wandsbek ließ im Rahmen der Modernisierung der Schweriner Straße Ende 2012 fünf gediegene Metallteile aufstellen, die zum Turnen einladen sollen – aber trotz modernen Designs hat die Zielgruppe wenig Interesse daran.
Ein Haken mit Namen „Der Sprössling“ und eine Stange, sie heißt „Das Gras“, beides aus Edelstahl und mit Kautschukformteilen, zum stolzen Preis von rund 3.200 Euro das Stück, finanziert aus dem Haushalt des Bezirksamtes Wandsbek sowie aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, scheinen die Phantasie des Nachwuchses wenig zu beflügeln. Dabei ist doch alles ganz einfach: „Mit den Geräten soll auch Kindern der Aufenthalt in Rahlstedts Zentrum kurzweilig gestaltet werden. Sie können insbesondere zum Spielen, Sitzen, Schaukeln und Schwingen genutzt werden und sind für Kinder ab drei Jahren geeignet“, erklärt David Lause, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bezirksamt Wandsbek. Vielleicht ist ja eine Anleitung vonnöten, da man nie Kinder damit beschäftigt sieht? Nein, meint David Lause: „Eine Gebrauchsanweisung fehlt hier nicht. Kinder wissen sich solche Spielgeräte in aller Regel zu erobern.“ Die Geräte würden auch auf Spielplätzen bereits eingesetzt. „Dass sie in der Schweriner Straße erst einmal angenommen werden müssen, liegt sicherlich auch daran, dass der Winter länger gedauert hat und es in Hamburg noch eher selten ist, dass Spielgeräte in Fußgängerzonen vorkommen.“
Aha. Na denn, schauen wir mal, wie lange die Kleinen brauchen, um die Geräte „anzunehmen“. Ein knappes halbes Jahr reicht dafür offensichtlich nicht aus.
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3 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 29.05.2013 | 13:05  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 29.05.2013 | 13:27  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 30.05.2013 | 06:25  
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