„Je suis Charlie“

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Fast alle Schüler des Gymnasiums Oldenfelde nahmen an der Solidaritätsaktion auf dem Pausenhof teil

Gymnasiasten bekunden Solidarität mit Frankreich

Von Rainer Glitz

Oldenfelde. Pünktlich zur großen Pause strömen hunderte Schüler auf den Pausenhof. Sie stellen sich auf vorbereitete Positionen und halten einen Stift in die Höhe. Vom Schuldach aus ist der Schriftzug „Je suis Charlie“ zu erkennen. Trotz Hamburger Schietwetters verharren die lebenden Buchstaben eine Viertelstunde im Pausenhof des Gymnasiums Oldenfelde. Schüler der Oberstufe haben die Aktion für Presse- und Meinungsfreiheit spontan organisiert. Schulleiter Henning Sievers erfuhr erst kurz vorher davon, unterstützte die Schüler gemeinsam mit den Lehrern nach Kräften. „Ich bin stolz, dass sich die Schüler das alles selbst ausgedacht haben“, sagt er.

Der islamistische Terror-Anschlag auf die Redaktion des Satireblattes „Charlie Hebdo“ in Paris mit zwölf Toten war in nahezu allen Klassen Gesprächsthema. „Wir haben darüber im Englischunterricht gesprochen, da kam uns die Idee“, erklärte der 17-jährige Richmond. Schüler aus vielen verschiedenen Nationen besuchen das Gymnasium Oldenfelde. Da sei es wichtig, sich für eine funktionierende Demokratie einzusetzen, sagte die ebenfalls 17-jährige Jelena: „Wir wollten ein Zeichen gegen Terror setzen und Mut machen, seine Meinung zu äußern.“ Die allermeisten der 900 Gymnasiasten nahmen an der Aktion teil, die bewusst freiwillig angelegt war. Sehr zur Freude der Initiatoren.
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