„Jedem Kind eine Chance“

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Hannelore Lay (Mitte) mit den zwei ehrenamtlichen Helferinnen Soraya Schmidt (li.) und Steffi Wagner (re.) im Steilshooper Charity Outlet „Glücks-Griff“ Foto: Archiv/ce

Bundesverdienstkreuz für Hannelore Lay von der Stiftung Kinderjahre

Bramfeld/Steilshoop Der Gründerin und Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Kinderjahre, Hannelore Lay, wird vom Bundespräsidenten Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Der Zeitpunkt der öffentlichen Auszeichnung wird noch bekannt gegeben. In Vertretung des Bundespräsidenten ist eine Verleihung im Rathaus durch Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung, geplant.
„Wir wollen, dass jedes Kind seine Chance bekommt“, lautet das Motto der 65-Jährigen, die bei ihrer zeitaufwendigen Stiftungsarbeit nur wenig Zeit findet, ihre Hobbys wie Lesen und klassische Musik zu pflegen. Auch längere Urlaubsreisen sind tabu, umso mehr genießt sie gelegentliche Trips von Hamburg auf ihre Lieblingsinsel Sylt oder in die Goethestadt Weimar.
Zu den größten Erfolgen bei den Stiftungsprojekten zählt die Einrichtung des Charity-Outlets in Steilshoop, das jedes Jahr 1000 bedürftige Kinder der Metropolregion über die Aktion „Glücks-Griff“ mit kostenloser Kleidung versorgt (das Wochenblatt berichtete). In Zusammenarbeit mit dem Harburger Speicher am Kaufhauskanal werden auch gezielt Flüchtlingsfamilien aus dem Wohnschiff im Binnenhafen gefördert.
Sozialpolitisch und karitativ steht aktuell auch das Projekt „brotZeit“ im Fokus des Stiftungs-Engagements. Zusammen mit der Schauspielerin Uschi Glas hat sich Hannelore Lay zum Ziel gesetzt, dass in Hamburg kein Kind hungrig den Schulunterricht bewältigen muss.
„Unsere Stiftung kann nur einen kleinen Teil dessen leisten, was wirklich notwendig wäre, um Chancen für Kinder gerecht zu verteilen und Defizite auszugleichen. Aber wir können Politik und Wirtschaft, aber vor allem auch verantwortungsbewusste Bürger ermutigen, ihren Teil zu leisten, damit sich das soziale Ungleichgewicht nicht weiter verschärft“, erklärt Hannelore Lay. Die Witwe des 2007 verstorbenen Unternehmers Wolfgang Lay und Mutter einer bei einem Verkehrsunfall zu Tode gekommenen Tochter, hat das Leben auch mit seinen Schattenseiten kennengelernt und erlebt, wie wichtig bei Krisen ein stabiles Umfeld und eine belastbare Persönlichkeit sind. (wb)
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