Jenfelder Au: Es geht voran

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Der Siegerentwurf des Büros GMP für den ersten Neubau der Jenfelder Au. Foto: hfr

Erster Entwurf für Geschoss-Wohnungsbau liegt vor

Von Rainer Glitz
Jenfeld. Zwei Flächen im Nordwesten sind auf dem Lageplan der Jenfelder Au rot markiert. Diese beiden Grundstücke werden die ersten sein, die bebaut werden. Hier entstehen jeweils 35 Einheiten im sozialen Wohnungsbau. Für beide Projekte gab es ein Gutachterverfahren. „Für das südliche Wohngebäude ist noch keine Entscheidung gefallen, alle drei Entwürfe müssen noch einmal überarbeitet werden“, erklärte Ramona Goebel auf der Stadtteilkonferenz im Jenfeld-Haus. Mitte Dezember solle eine Jury entscheiden, so die Projektmanagerin der Jenfelder Au. Für die nördliche Fläche dagegen liegt ein Siegerentwurf vor. Das Architekturbüro GMP hat einen rot geklinkerten, 4-geschossigen Wohnblock mit charakteristischen Vorsprüngen entworfen. „Sehr robust und kompakt“, lobte Ramona Goebel auf der gut besuchten Stadtteilkonferenz.

35 Wohnungen geplant

35 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern und Flächen zwischen 48 und 90 Quadratmetern sind geplant. Der Investor, die FeWa Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft, nimmt zurzeit allerdings noch keine Bewerbungen für die Wohnungen entgegen. Auch auf einer weiteren Fläche geht es voran. 1.250 Quadratmeter wurden an eine Baugemeinschaft aus Jenfeld vergeben. Mehrere Familien, Paare und Singles wollen gemeinsam 15 Wohnungen errichten, auch hier soll es einen Architektenwettbewerb geben. Mit beteiligt sind auch Vertreter der Stadtteilkonferenz.
Die Jenfelder Au ist ein Referenzprojekt der Internationalen Bauausstellung 2013. Um die Besonderheiten der Öffentlichkeit vorzustellen, wird auf dem ehemaligen Kasernengelände eine Ausstellung vorbereitet. Sie wird in einem alten Gebäude am
Exerzierplatz untergebracht.
Dort können sich interessierte Besucher über das innovative Abwasser- und Energiekonzept der Jenfelder Au informieren, das Volker Nicolai, Mitglied des Projektbeirates, vor der Stadtteilkonferenz präsentierte. So wird das neue Quartier ein eigenes, unabhängiges Sielsystem bekommen. Toiletten- und Waschabwasser sowie Regenwasser werden dabei in getrennten Kreisen erfasst und behandelt. Energie soll aus Erdwärme, Solaranlagen und aus dem Abwasser gewonnen werden. „Das Projekt wird Impulse für Jenfeld bringen“, hofft Nicolai. Die Jenfelder Au könne so Vorbild für andere Bauprojekt werden. (rg)
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