Jubel in der Rogate Kirche

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Konzerte werden in Rogate häufig gegeben Foto: rdm

Meiendorfer Gemeinde feiert den 50. Geburtstag mit Taufe und bunter Meile

Meiendorf/Oldenfelde Mit einem Festgottesdienst mit Pastorin Maren Schack und Diakon Manfred Ehm feiert die Gemeinde am kommenden Sonntag das 50. Jubiläum der Rogate-Kirche. Pastorin Schack wird eines der jüngsten Gemeindemitglieder taufen: das kleine syrische Mädchen Miral, das im UKE erfolgreich am Herzen operiert wurde. Ein Kunsthandwerkermarkt mit Getöpfertem, Gemaltem und Geschnitztem lädt zum Bummeln ein. Syrische Nachbarn bereiten einen Imbiss vor. „50 Jahre Rogate – dies ist ein starker Grund zu feiern. Rogate hat sich durch die Jahre um diakonische und kulturelle Arbeit hoch verdient gemacht“, sagt Alexandra Reske, Prädikantin. Die „Lebensdaten“ von Rogate: 1966 wurde die Rogate-Kirchengemeinde gegründet – wegen des durch Flutkatastrophe und Flüchtlinge bedingten Bevölkerungszuwachses war die Thomaskirche in Meiendorf zu klein. Aber nach der Fusion von Thomas und Rogate im Jahr 2000 zur Kirchgemeinde Meiendorf beschloss der Kirchenvorstand 2006 die Schließung von Rogate – wegen Finanzproblemen. „Wir haben uns mit stürmischen Protesten gegen diesen Vorstandsbeschluss gewehrt. Rogate ist mit seinen vielen diakonischen und kulturellen Leistungen unverzichtbar für den sozialen Brennpunkt Meiendorf“, sagt Marianne Peterson, Sprecherin des damaligen Förderkreises Rogate. Bis 2013 sammelte er jährlich 24.000 Euro von den Meiendorfern ein: Rogate war gerettet. 2009 fusionierten die KGs Meiendorf und Oldenfelde zu einer Großgemeinde. Wie hat sich Rogate als kleinstes Kirchgebäude in dieser Großgemeinde behauptet? Das Gemeindezentrum hat sich über die üblichen gemeindlichen Aktivitäten hinaus zu einem Ort brodelnden Engagements für Menschen, die Hilfe brauchen, entwickelt. Es gibt die Tafel und das CaRo-Café mit Shop (dienstags 15 bis 17 Uhr). Der Gewinn aus dem Martinsmarkt geht an Bedürftige. Für das Koordinationsteam und die Ehrenamtlichen der Initiative von „Meiendorf hilft“ ist Rogate der wichtige Treffpunkt. Bei dem Hamburger Evangelischen Kirchentag 2013 wurden im Gymnasium Meiendorf Schlafplätze für Besucher organisiert – und zudem ein „Kleiner Kirchentag“ für Rahlstedter, die nicht mehr so beweglich sind.

Temeswar-Projekt


Diese diakonische Sensibilität hat durch die Kirchgeschichte Rogate ausgemacht. Der „Jugendclub Mittendrin“ wurde 1998 auf Drängen der Kirchgemeinde Rogate gegründet. Rogate hat auch die Trägerschaft für die Kita Wildschwanbrook übernommen. Von übergemeindlicher Bedeutung ist das „Temeswar-Hamburg-Projekt“, das seit 1991 nach einem Rumänienbesuch von Diakon Manfred Ehm auf den Weg gebracht wurde: zahllose Hilfsgütertranssporte, Schülerpatenschaften, Weihnachtswichtel, praktische Hilfe, Ferienfreizeiten für Bedürftige dort. Für die Meiendorfer: anspruchsvolle Konzerte, Ausstellungen rumänischer Künstler in Rogate. „Das Rogate-Gemeindezentrum wirkt mit breitem sozialen Engagement, vielen kulturellen Beiträgen tief in den Stadtteil hinein“, so Dora Heyenn, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. (rdm)

Sonntag, 1. Mai, 10 bis 17 Uhr, Rogate Kirche, Wildschwanbrook 5
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